Geschäftsjahr 2020

Ipsos bleibt beim Umsatzrückgang einstellig

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Didier Truchot ist Gründer, Chairman und CEO des französischen Marktforschers Ipsos.
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Didier Truchot ist Gründer, Chairman und CEO des französischen Marktforschers Ipsos.
Der globale Marktforscher Ipsos musste im zweiten Quartal des vergangenen Jahres einen Einbruch des Umsatzes hinnehmen. Im dritten Quartal war das Wachstum allerdings wieder positiv.

Für das Gesamtjahr 2020 veröffentlich Ipsos heute einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro. Das ist ein Rückgang von 8,3 Prozent. Auf vergleichbarer Basis sank der Umsatz um 6,5 Prozent. Dank eines strengen Kostenmanagement konnte die Profitabilität gehalten werden. Der Gewinn (adjusted net profit) konnte mit 129,6 Millionen Euro ein hauchdünnes Plus von 0,1 Prozent erreichen. Zu erwähnen ist noch die Akquisition des Mystery Shopping Geschäftes von Maritz, der mit 0,8 Millionen Euro zu Buche schlug. Zusätzliche Aufwände von 14,3 Millionen Euro flossen in diverse Reorganisationen.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 blieb der Umsatz noch stabil, brach aber im zweiten Quartal mit einem Rückgang des organischen Wachstums um 25,3 Prozent ein, wie das Unternehmen in seiner Pressenotiz zur Jahresbilanz mitteilte. Nach einem Rückgang von 3,3 Prozent im dritten Quartal, war das organische Wachstum zwischen Oktober und Dezember mit 1,4 Prozent wieder positiv.


Der Forschungsschwerpunkt "Clients and Employees" war im Jahr 2020 am stärksten betroffen, mit einem Umsatzrückgang von 21 Prozent. Hier sind vor allem die stark von Covid-19 betroffenen Sektoren wie Automobilbau, Fluggesellschaften und Hotels Ursache des Geschätsrückgangs. Die Arbeit des Unternehmens im Bereich "Consumers", die den größten Teil des Umsatzes ausmacht (42 Prozent), war am Ende des Jahres ebenfalls mit minus 12,5 Prozent rückläufig.

Der Bereich "Citizens", der Public Affairs und Corporate Reputation abdeckt, verzeichnete ein organisches Wachstum von 29,5 Prozent, und auch der Umsatz im Bereich Pharma stieg um 4 Prozent. Nach Regionen betrachtet, sank der Umsatz in Nord- und Südamerika um 12 Prozent und im asiatisch-pazifischen Raum um 14 Prozent, während die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) ein organisches Wachstum von 2 Prozent verzeichnete.

Im Ausblick sieht das Unternehmen für 2021 laut CEO Didier Truchot „eine positive Geschäftsentwicklung, sowohl in Bezug auf den Auftragsbestand als auch auf den Umsatz, auch wenn diese Indikatoren eine sehr gemischte Entwicklung über Regionen, Zielgruppen und Geschäftsbereiche hinweg zeigen.“ In diesem wie in den kommenden Jahren werde Ipsos aktiv verschiedene Plattformen fördern, die es ermöglichen, mit größerer Geschwindigkeit und Flexibilität große Datenmengen zu produzieren und zu analysieren, heißt es in dem Geschäftsbericht.

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