Gerüchte über Schließungen

Kantar verhandelt mit Betriebsrat

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Das Westfalenblatt berichtete am Wochenende über eine drohende Schließung des Kantar-Standortes in Bielefeld. Mitarbeiterkreise hatten diese Information an die Regionalzeitung weitergegeben. Von der Unternehmensleitung kommt keine Bestätigung zu dieser Schlagzeile, sondern lediglich die Information, dass es ein Maßnahmenpaket gebe, über das demnächst Verhandlungen mit dem Betriebsrat beginnen.

Andreas Pohle, Chief Transformation Officer der Insights Division der deutschen Kantar GmbH, sagte gegenüber planung&analyse, dass man sich zu laufenden Verhandlungen nicht äußern könne. „Im Moment ändert sich gar nichts, auch nicht für die Kunden und viele Dinge sind auch noch offen“, sagt Pohle.



Das Westfalenblatt hatte bereits vor gut einem Jahr über eine drohende Schließung des Standortes Bielefeld mit den Sparten Emnid, Kantar Health und Kantar TNS berichtet. Damals ging es tatsächlich um die Kapazitätsanpassung des CATI-Studios. Fast 210 vorwiegend in Teilzeit beschäftigte Interviewer waren davon betroffen. Hartmut Scheffler, der bis Ende 2019 noch Geschäftsführer bei Kantar gewesen ist, hatte damals eine komplette Schließung des Standortes ausgeschlossen.

Kantar ist in Deutschland an mehreren Standorten vertreten, neben Bielefeld ist das München, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Nürnberg und Saarlouis. Im Zuge der internationalen Umbenennung aller Einheiten auf den Namen Kantar war auch in Deutschland im vergangenen Jahr aus vielen Einzelgesellschaften die Kantar GmbH entstanden. Diese Umbennenung war mit einem umfangreichen Transformationsprojekt verbunden, das in einer vollständign Reorgansiation mündete. Der Tansformationsprozess scheint nun eine Fortsetzung zu finden.

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