Future for FAMS

„Von Anfang an viel Vertrauen bekommen“

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© Future of FAMS, pixabay
Philipp Franetzky macht eine Auszubildung zum Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung - kurz FAMS beim WDR. In der Artikelreihe „Future for FAMS“ erzählt er auch, warum er sich für diesen Beruf entschieden hat.

Ein kurzes Warm-Up

Sie machen Ihre Ausbildung beim WDR. Was fällt Ihnen spontan zu Ihrem Ausbildungsbetrieb ein? Ich bin beim WDR, einem großen Medienunternehmen mit breiter gesellschaftlicher Verantwortung. Ich fühle mich dort gut aufgehoben: Man hat einen sicheren Arbeitsplatz und mehr Schutz durch rechtlichen Regelungen als Auszubildende in kleineren Marktforschungsinstituten. Inhaltlich werde ich hauptsächlich in der Audio- und Online-Forschung eingesetzt. Dort muss ich Monatsberichte für verschiedene Plattformen anfertigen. Zudem bin ich für Ad-hoc-Anfragen zuständig und darf auch eigenständig Dinge tun – mir wird viel Vertrauen geschenkt.

Die Prüfung naht – wie geht es Ihnen damit? Ich bin ziemlich nervös und habe mir einen Lernplan erstellt: Ich arbeite Kann-Listen und alte Abschlussprüfungen durch.

Und was machen Sie privat? Meine Work-Life-Balance ist gerade schwierig – der Haushalt muss teilweise warten, da ich viel lernen muss. Auch sonst ist nicht viel los. Mir hilft der Austausch mit anderen, wie mit Mitschülern aus der Klasse, sehr.
Philipp Franetzky
Philipp Franetzky

ist 21 Jahre alt und im dritten Ausbildungsjahr in der Medienforschung beim WDR.

Die Berufsorientierung

Erinnern Sie sich nun an die Zeit vor Ihrer FAMS-Ausbildung. Nach der Schule habe ich erst mal ein FSJ gemacht. Ich war ziemlich durch den Wind, da mein Vater gestorben ist. Dann habe ich mich auf den Weg der Berufsorientierung gemacht. Ich war mir nicht ganz sicher ob ich studieren soll und wurde dann für die Vorteile einer Ausbildung sensibilisiert.

Wie Sind Sie auf den FAMS-Beruf aufmerksam geworden? Bei einer Berufsberatung durch die Arbeitsagentur bin ich auf das große Gebiet „Medien“ gekommen. Nach der Beratung sollte ich mich auf Grundlage meiner Interessen informieren, welches Medienunternehmen welchen Beruf anbietet – das war der Auftrag. Der WDR bot dann FAMS an. Ich habe mich dort beworben, weil der Beruf Zukunft hat und ich hinter die Fassade der Forschung gucken wollte: Wie kann man eine Gesellschaft analysieren?

Was war dann der entscheidende Auslöser für Sie, diesen Ausbildungsberuf zu wählen? Ich hatte damals auch Zusagen als Veranstaltungskaufmann – da waren mir aber die Arbeitszeiten zu schlecht – sowie aus dem Bereich der Werbung. Der WDR und FAMS waren aber eindeutig das attraktivste Angebot.

Während der Ausbildung: Unterstützung und Vertrauen

Erinnern Sie sich an die einzelnen Etappen und erzählen Sie, wie es Ihnen beim WDR ging und geht. Ich habe nicht stringent die einzelnen WDR-Abteilungen durchlaufen, sondern war meist in der Online-Forschung, das hat sich so ergeben. Die Lehrjahre waren und sind rundum tolle Jahre: Ich kann immer fragen und werde an die Hand genommen – und zwar von der ganzen Abteilung, alle sind immer sehr hilfsbereit! Bei Einstiegsschwierigkeiten mit dem Fach Statistik haben mir unsere Studentischen Hilfskräfte geholfen. Ein besonderes Erlebnis war, dass ich am Ende des ersten Ausbildungsjahres eine Gruppendiskussion für EinsLive moderieren durfte: Es war toll, dass so früh so viel Vertrauen in mich gesetzt wurde! Generell machen mir Kundenkontakte besonders viel Spaß. Dabei merkt man: Die explorierten Daten kommen an und die Auftraggeber machen was damit.

Wie ist es in der Berufsschule? Die schulischen Inhalte haben auf mich einen sehr großen Einfluss. Man lernt, wie ein MaFo-Projekt funktioniert, was ich sonst nicht so wüsste, da ich meine Ausbildung ja nicht bei einem Institut mache. Durch den Schulstoff sieht man: Theorie und Praxis passen irgendwie zusammen. Die Schulzeit hat sich auch auf meine Persönlichkeit sehr positiv ausgewirkt: Ich bin sicherer geworden, was das Präsentieren vor anderen angeht. Das liegt auch an unserer sehr guten Klassengemeinschaft.

Die Zukunft heißt studieren

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft? Ich möchte auf alle Fälle studieren und zwar Sozialwissenschaften. Ich habe mich darüber ausführlich mit Studierenden ausgetauscht – da passt sehr vieles zu meiner FAMS-Ausbildung. Während des Studiums beabsichtige ich, als studentische Hilfskraft weiterhin beim WDR zu arbeiten. Bis zum Studienbeginn habe ich zunächst vier Monate frei, in denen ich reisen und mich um meine Wohnung kümmern möchte. Ich möchte später gerne etwas erforschen, womit ich die Gesellschaft weiterbringen kann. Ich möchte etwas Gutes tun und so die Hilfe, die ich in meinem Leben bekommen habe, zurückgeben. Und ich möchte als empirischer Forscher etwas für die Demokratie tun. Ich würde jederzeit wieder FAMS lernen, die Ausbildung passt super zu meinen Zukunftsplänen. Mir ist es sehr wichtig, mit meinem Beruf glücklich zu werden.

Würden Sie sich noch Unterstützung bezüglich Ihrer weiteren beruflichen Planung wünschen? Beim WDR war FAMS immer etwas Positives, aber innerhalb der Gesellschaft ist der Beruf doch sehr erklärungsbedürftig. Es wäre daher schön, wenn man in der Gesellschaft mehr darüber wüsste. Auch meine Freunde waren damals sehr skeptisch: Was macht man denn mit einer solchen Ausbildung?! Da hat mich die Berufsorientierung sehr aufgeklärt.

Das sind die Voraussetzungen: Logisches Denken und Offenheit

Wem würden Sie diese Ausbildung empfehlen? Leuten, die grundsätzlich gerne Dinge hinterfragen und ein Verständnis für Mathematik haben.

Welchen Tipp würden Sie einem startenden FAMS mit auf den Weg geben? Mit Offenheit in den Beruf zu gehen: Man muss sich von Anfang an klar sein, dass man viel machen muss, sowohl im Betrieb als auch in der Schule.
Future for FAMS
  • gegründet von Vertreter*innen des ADM, BVM, der Berufsschulen und langjährig berufstätigen Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS)
  • Ausbildung mit der Möglichkeit
    + für junge Leute direkt in die Marktforschungsbranche einzusteigen
    + für Institute die Chance, ihren qualifizierten Nachwuchs maßgeschneidert auszubilden
  • FAMS und Studierende der Markt- und Sozialforschung ergänzen sich optimal: Erwerben Letztere vor allem Kompetenzen in der wissenschaftlichen Beratung, in Konzeption und Analyse, werden FAMS primär operational und organisatorisch ausgebildet.
Weitere Informationen zur Ausbildung auf der Seite des ADM >> sowie auf der Seite des BVM >>
FAMS
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