Future for FAMS

„Marktforschung reicht weiter, als wir denken“

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© Future of FAMS, pixabay
Diese Woche betont die Auszubildende Laura Helmig bei Kynetec, der ehemaligen Kleffmann Group, in der Artikelreihe „Future for FAMS“, wie wichtig der Beruf für unsere Gesellschaft ist.

Ein kurzes Portrait

Sie machen Ihre Ausbildung bei Kynetec, der ehemaligen Kleffmann Group. Was fällt Ihnen spontan zu Ihrem Ausbildungsbetrieb ein? Ich arbeite bei Kynetec in Lüdinghausen. Wir sind spezialisiert auf Forschung in der Agrarmarktforschung. Bis zu unserer Übernahme waren wir eines der weltweit führenden Unternehmen in diesem Bereich. Als Full-Service-Institut bieten wir unseren Kunden ein umfassendes Portfolio, mit bewährten und innovativen Marktforschungslösungen, an. Dabei betreuen wir auch ein großes Panel mit unseren Landwirten.

Und was machen Sie privat? Ich lebe noch zuhause, auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. Meine Hobbys sind schwimmen, Inliner fahren, Freunde treffen und tanzen gehen.

Vom Call Center zur Ausbildung

Erinnern Sie sich nun an die Zeit vor Ihrer FAMS-Ausbildung. Nach dem Abitur war ich zwei Monate lang im Ausland. Danach arbeitete ich im Call Center bei meinem jetzigen Ausbildungsbetrieb – dadurch wurde ich auch auf die Ausbildung aufmerksam. Nach dem Abitur wollte ich auf jeden Fall eine praktische Ausbildung anfangen, ich war mir nur noch unsicher, in welchem Bereich.

Was war dann der entscheidende Auslöser für Sie, diesen Ausbildungsberuf zu wählen? Ich kannte mich durch die Arbeit im Call Center schon mit den Fragebögen aus. Das Arbeiten mit Landwirten hat mir außerdem Spaß gemacht und die Themen fand ich interessant, da ich selbst aus der Landwirtschaft stamme. Meine Erfahrungen mit dem Betrieb und das Thema waren somit die Auslöser für meine Ausbildung bei Kleffmann.

Laura Helmig
Laura Helmig

ist Auszubildende FAMS im zweiten Lehrjahr an der Stauffenbergschule Frankfurt. Sie absolviert ihre Ausbildung bei der Kynetec in Lüdinghausen und besitzt vor allem im Bereich der Agrarmarktforschung viel Erfahrung.

Die Berichterstellung ist besonders kreativ

Erinnern Sie sich an die einzelnen Etappen und erzählen Sie, wie es Ihnen bei Kynetec ging und geht. Der Einstieg war gut, mein Team hat mich sehr gut aufgenommen und mir alles gezeigt und erklärt. Meine Ausbilderin hat sich sehr gut um mich gekümmert und ist auch mit mir nach jedem Halbjahr die einzelnen Punkte aus dem Ausbildungsrahmenplan durchgegangen: Was ich bis dahin schon wissen musste, genauso wie die offenen Fragen. Bisher habe ich erst zwei andere Bereiche gesehen, aber wir haben einen Plan erstellt, bei dem alle Azubis in der gesamten Ausbildung verschiedene Bereiche durchlaufen. Besonders die Erstellung von Berichten macht mir Spaß, da ich dort meine Kreativität einbringen kann. Wenn ich dann am Ende sehe, wie ein Bericht, den ich erstellt habe, beim Kunden vorgestellt wird, macht mich das ganz glücklich – meine Arbeit ist also nicht umsonst, sie wird geschätzt.

Nun zu heute: Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag bei Ihnen im Betrieb aus? Ich bin jetzt im zweiten Ausbildungsjahr und mein Arbeitstag ist eigentlich sehr abwechslungsreich. Klar gibt es Aufgaben, die gemacht werden müssen obwohl sie nicht ganz so viel Spaß machen. Aber andersherum gibt es auch Aufgaben, die mir gut gefallen – wie die Berichtserstellung, die ich bereits erwähnt habe.

Wie ist es mit der Berufsschule? Die Berufsschule gefällt mir ganz gut, meine Mitschüler und Lehrer sind alle nett und der Vorteil ist, dass wir nur so eine kleine Klasse sind; da ist das Lernen viel effektiver. Die Präsenz in der Berufsschule und im Betrieb ist relativ gut ausgeglichen. Durch den Blockunterricht bin ich dann in der „Großstadt“ Frankfurt. Das gefällt mir sehr gut.

In Zukunft besser ein anderer Titel

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft? Nach meiner abgeschlossenen Ausbildung möchte ich gerne im Betrieb bleiben und dort weiterarbeiten. Über ein Studium habe ich allerdings auch schon nachgedacht – ich bin mir zurzeit noch nicht ganz sicher, in welche Richtung es geht.

Würden Sie sich noch Unterstützung bezüglich Ihrer weiteren beruflichen Planung wünschen? Es wäre gut zu wissen, was man nach der Ausbildung für Möglichkeiten hat, also wie man sich am besten weiterbilden kann durch ein Studium oder generell Weiterbildungen. Auch Verbände könnten dort ansetzen, beispielsweise in Form einer Marktforschungsakademie, bei der man seinen Bachelor machen kann und die Ausbildung vielleicht zum Teil anerkannt wird.

Da der Beruf Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung eher unbekannt ist und wahrscheinlich auch keinen so hohen Stellenwert hat wie zum Beispiel der einer Kauffrau, sollte man es in Betracht ziehen, den Titel zu ändern – da es meiner Meinung nach auch eine kaufmännische Ausbildung ist.

Marktforschung ist immer ein Bestandteil unserer Gesellschaft

Wem würden Sie diese Ausbildung empfehlen und welche Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen? Ich würde diese Ausbildung jedem empfehlen, der Spaß daran hat, mit Daten zu arbeiten. Und wer nach Abwechslung sucht – der Ausbildungsberuf ist nämlich sehr abwechslungsreich. Bei mir im Betrieb ist es außerdem vorteilhaft, wenn man fit in der englischen Sprache ist.

Welchen Tipp würden Sie einem startenden FAMS mit auf den Weg geben? Man muss offen sein, vor allem, da man sich nicht ganz so viel unter dem Ausbildungsberuf vorstellen kann. Es ist ein wichtiger Beruf, da Marktforschung immer ein Bestandteil unserer Gesellschaft ist und weiter geht, als wir es uns vielleicht vorstellen können.
Future for FAMS
  • gegründet von Vertreter*innen des ADM, BVM, der Berufsschulen und langjährig berufstätigen Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS)
  • Ausbildung mit der Möglichkeit
    + für junge Leute direkt in die Marktforschungsbranche einzusteigen
    + für Institute die Chance, ihren qualifizierten Nachwuchs maßgeschneidert auszubilden
  • FAMS und Studierende der Markt- und Sozialforschung ergänzen sich optimal: Erwerben Letztere vor allem Kompetenzen in der wissenschaftlichen Beratung, in Konzeption und Analyse, werden FAMS primär operational und organisatorisch ausgebildet.
Weitere Informationen zur Ausbildung auf der Seite des ADM >> sowie auf der Seite des BVM >>
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