Future for FAMS

„Heute interessiert es eigentlich schon niemanden mehr, ob ich studiert habe oder nicht“

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© Future of FAMS, pixabay
Leonie Bock ist ausgebildete FAMS. Inzwischen arbeitet sie als Consultant in einem Institut. In der Artikelreihe „Future for FAMS“ erzählt sie, was ihr während der Ausbildung besonders gefallen hat und was sie immer noch an ihrem Beruf liebt: die Abwechslung.
Was hast Du nach Deiner Ausbildung gemacht und was machst Du heute? Nach meiner Ausbildung habe ich als Junior Consultant in einem Institut angefangen. Nach knapp zwei Jahren wurde ich zum Consultant befördert. Berufsbegleitend studiere ich außerdem an einer Fernuniversität Psychologie.

Was macht Dir an dem Beruf des Marktforschers am meisten Spaß? An der Marktforschung und speziell an der Arbeit im Institut gefällt mir besonders die Vielfältigkeit der Themen und dass man stets etwas Neues dazu lernt. Während es in anderen Berufen häufig darum geht, sein Wissen immer wieder nach dem Schema F anzuwenden, ist man in der Marktforschung stets dazu gezwungen, neu zu denken und Neues zu wagen – sowohl methodisch als auch analytisch.

Welche Vorteile siehst Du persönlich in dem Ausbildungsberuf gegenüber dem klassischen Einstieg in die Marktforschung über ein Studium der BWL, Soziologie o.ä.? Aus meiner Erfahrung heraus hilft es ungemein, dass man bereits praktische Erfahrungen gesammelt hat – Programme, Berichtslegung, Denkweise in der Mafo etc. Des Weiteren wurde das Methodenwissen nicht nur theoretisch für die universitäre Forschung gelehrt, sondern man hat auch die praktische Anwendung der Methoden und die Unterschiede zu den universitären Ansprüchen erlernt. Zusätzlich bestanden bereits Kontakte in der Branche und der Kontakt zu Kunden wurde auch schon „trainiert" und ging einfacher von der Hand.

Wem würdest du diese Ausbildung empfehlen und welche Voraussetzungen sollte man deiner Meinung nach mitbringen? Allen, die neugierig sind und einen abwechslungsreichen Beruf suchen. Außerdem sollte derjenige sorgfältig sein, gut Englisch sprechen können und eine eher extravertierte Persönlichkeit haben.

Würdest Du Dich wieder für diesen Berufsweg entscheiden? Ja

Wie wurdest Du nach Deinem Abschluss als FAMS von Deinem Umfeld wahrgenommen? Ich habe von außen nur das Feedback bekommen, dass ich sehr breit aufgestellt bin und sehr viel und fundiertes Fachwissen habe. Alle, mit denen ich gearbeitet habe, waren meines Wissens nach sehr positiv überrascht, dass jemand der „nur" die Ausbildung gemacht hat, problemlos als Junior einsteigen kann. Heute interessiert es eigentlich schon niemanden mehr, ob ich studiert habe oder nicht.

Was hat Dich nach Deiner Ausbildung am meisten im Berufsalltag überrascht? Mich hat eigentlich nichts überrascht, da man in der Ausbildung bereits einen guten Einblick in den Beruf bekommen hat.

Inwieweit fühltest Du Dich nach Abschluss der Ausbildung auf deine heutige Tätigkeit vorbereitet? Ich fühlte mich sehr gut auf meine Tätigkeit vorbereitet. In meinen Augen fehlte mir nichts, was man als Junior mitbringen muss. Selbstverständlich habe ich in meiner Junior-Position nochmal einiges dazu gelernt und entwickle mich auch heute noch weiter. Ausgelernt hat man schließlich nie.

Welchen Tipp würdest Du einem startenden FAMS mit auf den Weg geben? Versuche, so viel wie möglich mitzunehmen und so vielfältige Einblicke wie möglich zu bekommen. Habe außerdem keine Angst vor Technik und Programmiersprachen und lass dich nicht von Studien abschrecken, die auf den ersten Blick eher unspannend wirken - diese können häufig eine sehr spannende Wendung nehmen.
Future for FAMS
  • gegründet von Vertreter*innen des ADM, BVM, der Berufsschulen und langjährig berufstätigen Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS)
  • Ausbildung mit der Möglichkeit
    + für junge Leute direkt in die Marktforschungsbranche einzusteigen
    + für Institute die Chance, ihren qualifizierten Nachwuchs maßgeschneidert auszubilden
  • FAMS und Studierende der Markt- und Sozialforschung ergänzen sich optimal: Erwerben Letztere vor allem Kompetenzen in der wissenschaftlichen Beratung, in Konzeption und Analyse, werden FAMS primär operational und organisatorisch ausgebildet.
Weitere Informationen zur Ausbildung auf der Seite des ADM >> sowie auf der Seite des BVM >>
FAMS
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