Future for FAMS

„Fordere Feedback und Input ein und verkaufe dich nicht unter Wert“

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© Future of FAMS, pixabay
Eine ehemalige FAMS erzählt von ihrem Werdegang: Die heute 27-Jährige ist in einem Marktforschungsinstitut von der Junior Projektleiterin zur Projektleiterin aufgestiegen. Softskills und Eigeninitiative sind für sie der Schlüssel zum Erfolg.
Würdest Du Dich wieder für den Beruf FAMS entscheiden? Jein. Vermutlich hätte ich mich direkt für ein (Wirtschafts-)Psychologiestudium oder etwas ganz anderes entschieden. Aber egal, welchen Weg ich tatsächlich eingeschlagen hätte – im Nachhinein würde mich vermutlich immer noch etwas anderes reizen. Insgesamt bin ich aber doch ganz zufrieden mit meiner Wahl.

Was hast Du nach Deiner Ausbildung gemacht und was machst Du heute? Nach meiner Ausbildung habe ich Stadt und Arbeitgeber gewechselt und bin als Junior Projektleiterin in einem Marktforschungsinstitut eingestiegen. Mittlerweile bin ich Projektleiterin – noch immer beim gleichen Institut.

Was macht Dir an dem Beruf des Marktforschers am meisten Spaß? Die Abwechslung und die Notwendigkeit, sich in viele verschiedene Bereiche eindenken und einarbeiten zu müssen: verschiedene Kunden, verschiedene Projekte und Produkte, verschiedene Zielgruppen und Bedürfnisse, verschiedene Länder und Kulturen. Das erweitert und verändert die eigene Sichtweise und man beschäftigt sich intensiv mit Themen, mit denen man privat vielleicht keine Schnittstelle hätte.

Welche Vorteile siehst Du persönlich in dem Ausbildungsberuf gegenüber dem klassischen Einstieg in die Marktforschung über ein Studium der BWL, Soziologie o.ä.? Praxisnähe und Berufserfahrung. Ein drei- bis sechsmonatiges Praktikum ist nicht mit einer zwei bis dreijährigen Ausbildung zu vergleichen. Als FAMS hat man die Möglichkeit, viel tiefer in ein Unternehmen und Arbeitsabläufe einzusteigen. Außerdem hat man durch die Dauer der Ausbildung die Chance, viele verschiedene Projekte von Anfang bis Ende zu begleiten – was man bei einem Praktikum auf Grund der kürzeren Dauer leider nicht hat.

Wem würdest du diese Ausbildung empfehlen und welche Voraussetzungen sollte man deiner Meinung nach mitbringen? Wichtig finde ich vor allem die sogenannten Soft Skills: Teamfähigkeit, Stressresistenz, Zuverlässigkeit und Engagement. Gerade im Projektmanagement sind auch Organisationstalent, eine strukturierte Arbeitsweise sowie ein gutes Zeitmanagement gefragt.

Wie wurdest Du nach Deinem Abschluss als FAMS von Deinem Umfeld wahrgenommen? Ich würde behaupten, wie jeder andere Berufseinsteiger also Trainees, Junior Projektleiter etc.

Was hat Dich nach Deiner Ausbildung am meisten im Berufsalltag überrascht? Da fällt mir nichts Konkretes ein. Den Berufsalltag kannte ich bereits durch den praktischen Teil der Ausbildung. Natürlich sind Unternehmen immer verschieden: Sie haben unterschiedliche Strukturen, Arbeitsabläufe und Schwerpunkte. Aber im Großen und Ganzen läuft das Projektmanagement doch meist sehr ähnlich ab.

Inwieweit fühltest Du Dich nach Abschluss der Ausbildung auf deine heutige Tätigkeit vorbereitet? Ziemlich gut. Insbesondere mein Ausbildungsbetrieb hat mir im Nachhinein betrachtet sehr vieles beigebracht. Das hängt natürlich stark vom Ausbildungsbetrieb selbst ab und davon, wie engagiert Kollegen und Ausbilder sind. Aber auch, wie engagiert du selbst bist, dich einbringst und viele Fragen stellst. Diese Chance sollte man so gut es geht nutzen!

Welchen Tipp würdest Du einem startenden FAMS mit auf den Weg geben? Erstens: Nutze jede Chance, stelle Fragen und probiere dich aus, fordere Feedback und Input ein! Du wirst nur so viel durch deine Ausbildung lernen und mitnehmen, wie du selbst bereit bist zu investieren. Zweitens: Verkaufe dich nicht unter Wert, wenn du nach deiner Ausbildung eine Festanstellung antrittst. Du hast bereits zwei bis drei Jahre Ausbildung hinter dir, bist gut vorbereitet und hast mehr Arbeitserfahrung als viele Berufseinsteiger, die von der Uni kommen und „nur“ Praktika vorweisen können.
Future for FAMS
  • gegründet von Vertreter*innen des ADM, BVM, der Berufsschulen und langjährig berufstätigen Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS)
  • Ausbildung mit der Möglichkeit
    + für junge Leute direkt in die Marktforschungsbranche einzusteigen
    + für Institute die Chance, ihren qualifizierten Nachwuchs maßgeschneidert auszubilden
  • FAMS und Studierende der Markt- und Sozialforschung ergänzen sich optimal: Erwerben Letztere vor allem Kompetenzen in der wissenschaftlichen Beratung, in Konzeption und Analyse, werden FAMS primär operational und organisatorisch ausgebildet.
Weitere Informationen zur Ausbildung auf der Seite des ADM >> sowie auf der Seite des BVM >>
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