Future for FAMS

„Die Wahl dieser Ausbildung war ein glücklicher Zufall“

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© ADM, pixabay
Stefanie Zins, FAMS Auszubildende beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden, wünscht sich in der Artikelreihe „Future for FAMS“, dass ihre kaufmännische Ausbildung bekannter wird - bei Schulabgängern und bei potenziellen Arbeitgebern.

Zur Person

Bitte erzählen Sie zu Beginn ein wenig von sich. Mein Ausbildungsbetrieb ist das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Dort mache ich eine zweieinhalb-jährige Ausbildung zur Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS). Das erste Jahr meiner Ausbildung durfte ich im Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung mitarbeiten und dort verschiedene Projekte begleiten. Eine meiner Aufgaben beschäftigte sich mit dem „Leben im Un-Ruhestand“, wofür ich an einem Artikel mitwirken konnte. In dieser Zeit habe ich viel mit Daten gearbeitet, was mir sehr viel Freude bereitet hat. Besonders gut an meiner Arbeit gefällt mir die Mischung aus Zusammenarbeit mit Kollegen und selbstständigem Handeln. Die Ausbildung ist in mehrere Schulblöcke und unterschiedliche Bereiche im Betrieb eingeteilt, welche aufeinanderfolgen.

Leider ist der Ausbildungsberuf nicht bekannt genug, sodass schon mehrere Jahre hintereinander nur ein Auszubildender gefunden wurde – ursprünglich waren zwei Auszubildende bei Destatis vorgesehen. Da ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahre, kommt mir die Gleitzeitregelung zugute. Auch die verschiedenen Ämter, wie zum Beispiel die Gleichstellungsbeauftragten, der Personalrat und für die Zukunft auch verschiedene Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit und Home-Office, sehe ich als großen Vorteil.

Die analytischen Stärken ausspielen

Erinnern Sie sich nun an die Zeit vor Ihrer FAMS-Ausbildung. Nach meinem Abitur habe ich ein FSJ in einem christlichen Freizeithaus gemacht, wo ich mich in der Gästebetreuung engagiert und verschiedene Projekte für Gästegruppen organisiert und durchgeführt habe. Da Mathematik und Physik in der Schule meine Leistungskurse waren und ich faktenbasiertes Arbeiten präferiere, lag eine analytische, prüferische Tätigkeit nahe. Nachdem ich die Stellenanzeige des Statistischen Bundesamtes gesehen und mich beworben hatte, ging alles recht schnell und ich konnte den Vertrag unterschreiben.

Wie Sind Sie auf den FAMS-Beruf aufmerksam geworden? Bevor ich die Stellenanzeige des Statistischen Bundesamtes gesehen hatte, kannte ich den Beruf gar nicht. Ich würde die Wahl dieser Ausbildung also als einen glücklichen Zufall beschreiben.

Stefanie Zins
Stefanie Zins

ist Auszubildende FAMS im dritten Lehrjahr an der Stauffenbergschule Frankfurt. Sie absolviert ihre Ausbildung bei Destatis in Wiesbaden und sammelt dadurch vor allem Wissen in der Sozialforschung im Bereich Fragebogen Pretests.

Abwechslungsreiche Arbeit - im Team wie auch eigenständig

Erinnern Sie sich an die einzelnen Etappen und erzählen Sie, wie es Ihnen bei Destatis ging und geht. Das erste Jahr meiner Ausbildung durfte ich im Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung verbringen. Im Vergleich zum Statistischen Bundesamt, bei dem circa 2.000 beschäftigt sind, ist das Institut mit ca.50 Beschäftigten sehr klein. Die Arbeit dort ist in drei thematisch unterschiedliche Forschungsbereiche gegliedert. Da ich in jedem Forschungsbereich eingeteilt war, konnte ich die Arbeit von vielen verschiedenen Projekten unterstützen. Hier durfte ich auch bei der Öffentlichkeitsarbeit mitwirken und habe meine Kollegen in ihrem Arbeitsalltag begleitet. Ab meinem zweiten Ausbildungsjahr war ich im Statistischen Bundesamt eingesetzt und durchlief dort insgesamt vier Bereiche. Dabei variieren meine Kollegen und Ausbilder, sowie meine Räume durchgängig. Die Ansprechpartner der Aus- und Fortbildung stehen mir aber durchgängig zur Verfügung.

Nun zu heute: Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag bei Ihnen im Betrieb aus? Ein typischer Arbeitstag ist schwierig festzulegen. Da aktuell meine Bereiche und somit auch Aufgaben variieren, bekomme ich wöchentlich Aufgaben von meinen Ausbildern und meinem Team, die ich selbstständig oder im Team bearbeiten darf. Dabei ist die Bandbreite an Aufgaben sehr groß – einige Beispiele sind das Prüfen von Artikeln oder Fragebogen, aber auch das Auswerten von Daten nach dem Durchführen von Pretests oder von Erhebungen.

Wie ist es mit der Berufsschule? Die Berufsschule ist in Blöcken organisiert und hat ihren Sitz in Frankfurt. Am besten gefallen mir effiziente Berufsschulblöcke, wenn wenige Unterrichtsstunden ausfallen und man Wesentliches über die verschiedenen Themen gelehrt bekommt. Durch die Entfernung zu meiner Wohnung fallen für mich allerdings weite Anfahrtswege zur Schule an.

Ein Zertifikat wäre für die Zukunft hilfreich

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft? Meine Pläne für die Zeit nach der Ausbildung sind aktuell noch am Reifen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, nach meiner Ausbildung ein Studium anzutreten. Im Statistischen Bundesamt gab es vor mir schon die verschiedensten Varianten, ein Studium mit der Arbeit in Voll- oder Teilzeit zu verbinden.

Würden Sie sich noch Unterstützung bezüglich Ihrer weiteren beruflichen Planung wünschen? Durch unsere kaufmännische Ausbildung zu Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung haben wir Grundkenntnisse in diesem Bereich. Es wäre positiv, wenn man eine Fortbildung oder Prüfung machen könnte, durch die man das kaufmännische Wissen zertifiziert und anerkannt bekommen würde. Unsere Ausbildung ist nicht nur Schulabgängern, sondern leider auch den meisten Arbeitgebern unbekannt.

Mathematik ist der Schlüssel zum Erfolg

Wem würden Sie diese Ausbildung empfehlen und welche Voraussetzungen sollte man Ihrer Meinung nach mitbringen? Die Ausbildung empfiehlt sich für Leute, die keine Scheu vor den Grundlagen mathematischer Themen haben. Die Aufgaben erstrecken sich von organisatorischem Planen, über die Durchführung, bis hin zur Aufbereitung von Daten.
Future for FAMS
  • gegründet von Vertreter*innen des ADM, BVM, der Berufsschulen und langjährig berufstätigen Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS)
  • Ausbildung mit der Möglichkeit
    + für junge Leute direkt in die Marktforschungsbranche einzusteigen
    + für Institute die Chance, ihren qualifizierten Nachwuchs maßgeschneidert auszubilden
  • FAMS und Studierende der Markt- und Sozialforschung ergänzen sich optimal: Erwerben Letztere vor allem Kompetenzen in der wissenschaftlichen Beratung, in Konzeption und Analyse, werden FAMS primär operational und organisatorisch ausgebildet.
Weitere Informationen zur Ausbildung auf der Seite des ADM >> sowie auf der Seite des BVM >>
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