Esomar in Edinburgh

Investoren blicken auf die Branche

© p&a
In einer Diskussionsrunde am Nachmittag ging es um Investitionen in die Branche und warum Datenunternehmen bei Investoren so begehrt sind.

Es diskutierten Kristin Luck von Oberon Securtities, einem amerikanischen Merger & Akqusitionsunternehmen, mit Kristof de Wulf, CEO von InSites Consulting, Lisa Courtade von Merk, Sima Vasa von Oberon securities und Sören Haefcke von Bain Capital. Kürzliche Beispiele für das Interesse von Investoren in Datenunternehmen waren die gut bezahlten Übernahmen von Qualtrics und Tableau. Außerdem konnte InSites seine vier kürzlich durchgeführten Übernahmen nur mit Hilfe eines Investors im Hintergrund stemmen. Bain Capital wiederum hat vor Kurzem 60 Prozent von Kantar übernommen.



Haefcke von Bain Capital erklärt, dass es ihnen nicht allein um die Daten gehe. Wohl erkannt wurde, dass die Daten sehr wohl Interpretation und Insights brauchen, um in einem Unternehmen wirklich wirksam zu werden. Daher werden auch nicht einfach nur Startups mit einer interessant Methode gesucht.

De Wulf berichtet, wie er mit seinen Partnern die Expansion gut geplant hat. Einerseits Technologie und andererseits globale Erweiterung. Er rät Unternehmern, die sich in das Geschäft der Übernahmen begeben wollen: Fokussierung, gute Vorbereitung und viel Zeit.


Lisa Coutrade ergänzt aus Kundenperspektive, wie wichtig es ist, dass die Ansprechpartner weiterhin erreichbar seien. Wenn eine gute Firma erweitert wird und neue Skills und Möglichkeiten hinzukommen, dann sei das eine großartige Möglichkeit - auch für die Kunden, wenn es allerdings nicht mehr als ein „Moneygame“ sei, und eventuell nur zwei Firmen, die etwas ähnliches manchen, fusionieren, dann sei das eher enttäuschend. Wenn dann noch gute Leute das Unternehmen verlassen, sind Kunden verärgert. Den Investoren ruft sie zu: „Wenn ihr denkt, ihr habt die Kunden mitgekauft, dann habt ihr euch getäuscht.“ Wenn das Vertrauen und die gewachsene Beziehungen verloren gehen, dann werden sich auch die Kunden schnell umentscheiden.

De Wulf will solche Erfahrungen auf Kundenseite vermeiden, indem er das vorhandene Management und die Shareholder mit einbezieht. Er versucht, eine „integrierte Beziehung“ zu schaffen.

Haefcke bestätigt, dass die Kontinuität auf Kundenseite essenziell ist. Das Segment hat allerdings eine große Bandbreite und pauschale Aussagen sind eher verwirrend. Der derzeitige Run auf Datenunternehmen ist jedenfalls nicht das Ende der Marktforschung.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
stats