Gründung

SurveyMonkey öffnet europäisches Rechenzentrum

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Der Umfragesoftwareanbieter SurveyMonkey hat ein neues Rechenzentrum in Dublin eröffnet. Damit will sich das US-amerikanische Unternehmen auch außerhalb der Heimat als wichtiger Player in der Branche positionieren.

Mit dem europäischen Rechenzentrum vergrößert das US-Unternehmen seine Reichweite außerhalb der USA, wo mehr als ein Drittel des Umsatzes generiert wird. Durch die Public Cloud-Infrastruktur kann SurveyMonkey Daten lokal für Unternehmen bereitstellen, die in der Region ansässig sind oder Geschäfte tätigen. Zander Lurie, CEO von SurveyMonkey, sagt in einer Mitteilung an die Presse: „Die Inbetriebnahme unseres europäischen Rechenzentrums ist ein wichtiger Meilenstein in der Wachstumsstrategie von SurveyMonkey, der den Ausbau der internationalen Präsenz des Unternehmens und die Beschleunigung unserer Vertriebsbewegung unterstützt.“ Die Cloud-Investitionen, so Lurie weiter, würden es dem Unternehmen ermöglichen, sein europäisches Geschäft auszubauen und „die Datenkontrolle, Sicherheit und branchenführende Benutzererfahrung bereitzustellen, die globale Unternehmen verlangen.“ Angenehmer Nebeneffekt dürfte sein, dass Dublin für den US-Konzern künftig als „Safe Harbor“ zur Lagerung von Daten dient und diese nicht auf einem amerikanischen Server gespeichert werden, wo sie durch das Privacy-Shield-Abkommen strengen Kontrollmechanismen unterliegen würden. Die Datenmigrationen für bestehende Unternehmenskunden werden voraussichtlich Ende 2019 stattfinden.



Der Start des europäischen Rechenzentrums folgt auf die Übernahme des niederländischen Software-Unternehmens Usabilla durch SurveyMonkey, die im April 2019 erfolgte. In der Bilanz des ersten Quartals 2019, die SurveyMonkey bereits im Mai vorstellte, fielen Transaktionskosten in Höhe von rund 0,9 Mio. US-Dollar an, die sich auf die Betriebskosten und den Cashflow des Quartals auswirkten. Allgemein hatte SurveyMonkey jedoch an Umsatz gewinnen können. Dieser stieg auf 68,6 Millionen US-Dollar, was für ein Umsatzplus von 17 Prozent bedeutet. Ebenfalls zulegen konnte SurveyMonkey bei den zahlenden Nutzern: Hier stieg der Wert um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vergleicht man diese Zahl mit der aus dem vierten Quartal 2018, so stellt diese ein Wachstum von 4 Prozent dar. Der Anteil der Unternehmensverkäufe am Gesamtumsatz betrug rund 16 Prozent, gegenüber rund 13 Prozent im vierten Quartal 2018.

Auch mit der allgemeinen Bilanz zeichnet sich der CEO zufrieden: „Unsere Ergebnisse für das erste Quartal 2019 sind ein guter Start in das Jahr und zeigen die kontinuierlichen Fortschritte gegenüber dem Ausführungsplan, den wir während unseres Börsengangs dargelegt haben.“


SurveyMonkey wurde 1999 gegründet und ging im September vergangenen Jahres an die Börse. Das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen San Mateo ermöglicht es seinen Kunden unter anderem, eigene Online-Umfragen zu erstellen.

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