Erstes Halbjahr 2019

Ipsos legt beim Umsatz zu

Didier Truchot ist Gründer, Chairman und CEO des französischen Marktforschers Ipsos.
© Ipsos
Didier Truchot ist Gründer, Chairman und CEO des französischen Marktforschers Ipsos.
Ipsos hat die Teil-Übernahme der GfK offenbar verdaut und veröffentlicht einen zweistellig gestiegenen Umsatz. Der französische Marktforscher beteiligt sich am Software-Anbieter Questback. 

Im ersten Halbjahr 2019 erwirtschaftete Ipsos einen Umsatz von 903,4 Millionen Euro. Das war ein Plus von 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Effekt der Ende des Jahres 2018 abgeschlossenen Übernahme einiger Geschäftsbereiche der GfK und des Unternehmens Synthesio betrug laut Pressemitteilung 10,2 Prozent. Das organische Wachstum wird im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres mit 3 Prozent angegeben.



Alle Geschäftsfelder trugen zu diesem Wachstum bei, heißt es. Auch in allen Regionen konnte der französische Marktforscher zulegen, wobei das Wachstum in der Region Asien-Pazifik am stärksten war und in Amerika mit +19,7 Prozent ein Rekordhoch erreicht wurde.

Wie in den Vorperioden verzeichneten die Entwicklungsländer eine höhere Wachstumsrate als die Industrieländer, das organische Wachstum lag dort bei 5,9 Prozent. Die Geschäftsbereiche von Ipsos wurden im vergangenen Jahr neu zugeschnitten. Weltweit konnte vor allem der Bereich „Citizens“ an Umsatz zulegen und lag mit 122,2 Millionen Euro und 34 Prozent mehr Umsatz im Jahres-Vergleich sowie 10 Prozent organischem Wachstum an der Spitze. Dieser Bereich hieß zuvor Public Affairs und Coporate Reputation. In Deutschland ist Ipsos mit dieser Sparte nicht so stark vertreten.


Die größte Sparte mit 432,4 Millionen Euro Umsatz ist „Consumers“. Hier konnte Ipsos im Jahresvergleich um 6,9 Prozent zulegen. Das organische Wachstum betrug 1 Prozent.

Auswirkungen der Akquisition von GfK Research

Ipsos hat die Übernahme von vier globalen Geschäftsfeldern der GfK Custom Business Research abgeschlossen: "Customer Experience"; "Experience Innovation"; "Health" und "Public Affairs", was einem Unternehmenswert von 105 Millionen Euro im Oktober 2018 entsprach. Damit erzielte Ipsos im Jahr 2018 einen Umsatz von nur 30 Millionen Euro, heißt es. Für das Jahr 2019 werde bereits ein Umsatz von 180 Millionen Euro erwartet und im Jahr darauf 200 Millionen Euro.

Insgesamt belief sich das operative Konzernergebnis auf 49,3 Mio. Euro, was einem Anteil von 5,5 Prozent am Umsatz und einer Verringerung um 30 Basispunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, was vor allem auf Akquisitionen zurückzuführen ist. Bei konstantem Umfang hätte die operative Marge 5,8 Prozent betragen. Darüber hinaus spiegelt die operative Marge im ersten Halbjahr aufgrund der Saisonalität der Marktforschung nicht die des gesamten Jahres wider. Der Nettogewinn liegt bei 29,7 Millionen Euro, was gegenüber der Vorjahresperiode einem Minus von 13,9 Prozent entspricht. 

Neue Investition in Softwareanbieter

Zeitgleich veröffentlicht Ipsos, dass sie an Questback, einem globalen Dienstleister für Customer und Employer Experience Management Systemen, einen Anteil von 10 Prozent übernommen haben. Es existiere eine strategische Investitionsvereinbarung. Ipsos werde die Questback-Plattform nutzen, um sein eigenes Marktforschungsangebot zu erweitern und so die Erfahrung seiner Kunden auf der ganzen Welt zu stärken, heißt es. 

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