Ein-Marken-Strategie

Kantar trennt sich von Sub-Marken

Kantar-Chef Eric Salama
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Kantar-Chef Eric Salama
Die zum WPP-Konzern gehörenden Marktforschungsunternehmen werden ab April nur noch unter dem Namen Kantar erscheinen. Alle anderen Namen, einschließlich TNS, Millward Brown und Added Value verschwinden.

Kantar-CEO Eric Salama erklärt die Entscheidung, künftig nur noch die Marke Kantar zu verwenden, in einer Presseerklärung von heute Morgen so: „Der Wandel in unserem Branding spiegelt die operativen Veränderungen wider, die bereits in unserem Unternehmen stattfinden, und wird von dem Wunsch getragen, Einfachheit, Skalierbarkeit und Wirkung für unsere Kunden zu erreichen.“



Bereits im Jahr 2016 hat der WPP-Konzern in allen Sparten, Mediaagenturen, Werbeagenturen sowie Marktforschungsdienstleistern, eine Bereinigung der jahrelang gepflegten Markenvielfalt vorgenommen. Damals war zum Beispiel "TNS Infratest" in "Kantar TNS" umbenannt worden.

Jetzt hat der Konzern den nächsten Schritt bekannt gegeben: Alle Dienstleistungen und Angebote des nach eigenen Worten „weltweit führende Daten-, Insight- und Beratungsunternehmens“ werden ab dem 2. April nur noch unter dem Markennamen Kantar erbracht. Alle anderen bislang benutzten Marken werden ausgemustert. Dazu zählen lokale Marken sowie: Kantar Consulting, Kantar Health, Kantar IMRB, Kantar Media, Kantar Millward Brown, Kantar Public, Kantar TNS, Kantar Worldpanel, aber interessanterweise auch der Panel-Betreiber Lightspeed, der auch für andere Kunden als Dienstleister zur Verfügung steht.


Der Medien- und Werbekonzern WPP will einen Anteil von 80 Prozent an Kantar abgeben. Dieses Vorhaben kommunizierte der neue CEO des Unternehmens, Mark Read, im Dezember. Die Ankündigung der Ein-Marken-Strategie folgt den jüngsten Initiativen, die bereits alle unter dem Namen Kantar kommuniziert wurden: dem Kantar Marketplace, einem globalen On-Demand-Forschungs-Shop, den neuen Brand-Guidance-Lösungen von Kantar. Damit sollen validierte Befragungsmaßnahmen mit Daten aus Social Media, Suchanfragen, Verkaufs-, Medien- und Verhaltensdaten kombiniert werden, um aussagekräftige Erkenntnisse zu liefern, die zur Optimierung der Marken- oder Kampagnenleistung benötigt werden. Außerdem wurde bereits im vergangenen Sommer Kantar Analytics Practice gestartet, was die Integration von großen Datenmengen mit künstlicher Intelligenz und analytischen Fähigkeiten verknüpft, um den Unternehmen tiefere Einblicke zu ermöglichen.

Mit der Namensänderung will Kantar die Angebote des Unternehmens für die Kunden leichter verständlich machen, so Salama und Hindernisse für eine zielgerichtete Zusammenarbeit beseitigen.

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