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Stichproben: Wie man Datenqualität sicherstellt

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Geo-Standort-Hinweise und digitaler Fingerabdruck: So können die Teilnehmeridentitäten überprüft und verdächtiges Verhalten identifiziert werden.
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Geo-Standort-Hinweise und digitaler Fingerabdruck: So können die Teilnehmeridentitäten überprüft und verdächtiges Verhalten identifiziert werden.
Falsche Angaben bei Umfragen – in der Insights-Branche nehmen Betrugsfälle stark zu. Das Marktforschungsunternehmen Dynata liefert Lösungen und nennt Maßnahmen, die helfen können, Datenqualität sicherzustellen.

Der Markt habe sich verändert: Laut Dynata steigt die Nachfrage nach Verbraucherdaten in der Marktforschung massiv an, die Bereitschaft der Menschen Zeit für die Weitergabe von Daten aufzuwenden jedoch nicht. Auch dem Wert der eigenen Daten seien sich Teilnehmer immer bewusster – und viel nervöser, wenn es um die Weitergabe dieser geht. Die Konsequenz: Betrugsfälle in der Datenbranche würden immens zunehmen.


Konkret gehe es dabei um Teilnehmer, die falsche Angaben machen. „Das Motiv ist fast immer die Belohnung“, erklärt Dynata. Das Marktforschungsunternehmen bietet Lösungen zur Betrugsbekämpfung an – unter anderem eine künstliche Intelligenz.

Die Strategie bestehe darin, Daten an jedem Berührungspunkt mit den Befragten zu sammeln und bei jeder Interaktion Dutzende von Datenpunkten zu erfassen. „Je mehr Daten wir haben, desto zuverlässiger können Qualitätsmanagement-Tools die Qualität vorhersagen und desto schneller können wir Betrug verhindern“, so Dynata. Daten werden beispielsweise bei der Anmeldung erfasst: Einige Tools, die durch maschinelles Lernen analysiert werden, suchen nach unwahrscheinlichen Mustern. Auch Geo-Standort-Hinweise oder der digitale Fingerabdruck der Teilnehmer können die Identitäten bestätigen und verdächtiges Verhalten identifizieren, so das Unternehmen.

Auch das Konzept "Quality Fit for Purpose"beschreibt Dynata in puncto Qualitätskontrollen als zunehmend wichtig. Die Kontrollen sollten dabei je nach Zweck angepasst werden: So könnten bei einer allgemeinen Bevölkerungsstudie weniger Qualitätskontrollen verwendet werden, um Reichweite und Repräsentativität zu maximieren, während bei einer B2B-Studie strengere Kontrollen eingesetzt werden würden, um die Grundgesamtheit einzugrenzen und ein Fachwissen der Teilnehmer zu garantieren. „Strengere Kontrollen sind für enge Ziele angemessen“, heißt es von Unternehmensseite.

Für noch wichtiger als den Schutz vor Betrug hält das Unternehmen die allgemeine Verbesserung der Qualität von Stichproben. Das Fragebogendesign, der Screener, die Stichprobenquelle, der Stichprobenplan und auch die Erfahrung der Teilnehmer seien genauso wichtig wie die Betrugskontrolle, wenn es um die Datenqualität geht. Um diese zu verbessern, rät Dynata unter anderem die Länge der Umfragen unter 15 Minuten zu halten und diese mobil-kompatibel zu gestalten.

Lesen Sie auch das Unternehmensporträt im mafonavigator. 

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