Drittes Quartal

Ipsos, WPP und Forrester veröffentlichen Geschäftszahlen

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Die Geschäftszahlen gleich drei großer Marktforschungsunternehmen sind in den vergangenen Tagen veröffentlicht worden. Die Umsatzzuwächse gehen von verhalten einstellig bei Kantar und Forrester bis zu zweistellig bei Ipsos. Aquisitionen spielen dabei allerdings eine Rolle.
Im dritten Quartal 2019 erzielte Ipsos einen Umsatz von 499,4 Millionen Euro und übertraf damit den Vorjahreswert um 16,7 Prozent. Diese Entwicklung ist vor allem der Übernahme von vier Geschäftsfeldern der GfK sowie der Akquisition von Synthesio, einer Plattform zur Analyse der Social Media-Kommunikation, im vergangenen Jahr zu verdanken. Beide zugekauften Unternehmensteile trugen mit 11,7 Prozent zu dieser Performance bei, ein höherer Beitrag als im ersten Halbjahr. Auch der Währungseffekt war positiv und betrug 2 Prozent. Das organische Wachstum, das bei 3 Prozent lag, war im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Jahres stabil. Für das Gesamtjahr 2019 erwartet Ipsos einen Gesamtumsatz von über 2 Milliarden Euro, das wäre eine Verdoppelung in weniger als zehn Jahren. Die operative Marge soll mit rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben.


Im Trading Statement von WPP werden die zu Kantar zusammengefassten Marktforschungstöchter als „zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ ausgewiesen. Die Anteilseigner von WPP stimmten der geplanten Veräußerung von 60 Prozent der Anteile an Kantar an Bain Capital zu.

CEO Mark Read will das Unternehmen im Jahr 2021 wieder „zu nachhaltigem Wachstum im Einklang mit unseren Mitbewerbern“ führen. Das Wachstum im dritten Quartal sei ermutigend. Die gesamte Gruppe berichtete von einem Umsatz von 3,29 Milliarden Britische Pfund, das waren 1,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Für Kantar wird für die ersten 9 Monate des Jahres 2019 ein Umsatz von 1,898 Milliarden Britische Pfund angegeben, das seien 1,3 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode.

Der Technologieforscher Forrester kann für das dritte Quartal einen Umsatzanstieg von 28 Prozent auf 108,6 Millionen US-Dollar angeben. Verantwortlich ist dafür die Übernahme von SiriusDecisions. Das auf B2B-Forschung fokussierte Unternehmen mit Sitz in Wilton, Connecticut, wurde im vergangenen Jahr für ca. 245 Millionen US-Dollar übernommen. Der Umsatz der Forschungssparte wuchs um 32 Prozent und damit sehr ähnlich wie im ersten Quartal, während die Beratungsleistungen und Veranstaltungen um 19 Prozent stiegen. Der Integrationsprozess, den der Chairman und CEO George F. Colony als „auf Kurs“ bezeichnet, scheint sich auf die Gewinne ausgewirkt zu haben. Der Pro-forma-Nettogewinn stieg leicht von 6 auf 6,5 Millionen USD. Für das Gesamtjahr erwartet Forrester einen Gesamtumsatz in der Größenordnung von 458 bis 463 Millionen US-Dollar bei einer operativen Marge von maximal 1 Prozent.


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