Die Branche trifft sich

planung&analyse Insights gestartet

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Sabine Hedewig-Mohr, Redaktionsleiterin planung&analyse, und Dr. Uwe Vorkötter, Herausgeber von HORIZONT
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Sabine Hedewig-Mohr, Redaktionsleiterin planung&analyse, und Dr. Uwe Vorkötter, Herausgeber von HORIZONT
Endlich ist es wieder möglich! Der erste Live-Event der Markforschungsbranche in diesem Jahr – die planung&analyse Insights 2021 – ist in Frankfurt gestartet. Sabine Hedewig-Mohr, Redaktionsleiterin planung&analyse, und Dr. Uwe Vorkötter, Herausgeber von HORIZONT begrüßen über 200 Menschen vor Ort und weitere 100 virtuelle Zuschauer verfolgen den Kongress via Live-Stream.

 

Nach einem kurzen Rückblick auf den Wandel in der Branche und einem Ausblick, welche Themen in den zwei Tagen auf dem Programm stehen, macht ein Zwiegespräch zwischen Ines Imdahl, Geschäftsführerin Rheingold Salon, und Cyrill Luchsinger, einem Blogger und Berater und Referent für Kundenzentrierung aus der Schweiz, den Auftakt. Die Zwei sind sozusagen Profis, wenn es um Social Media, vor allem LinkedIn geht: Imdahl hat 4.500 Follower und Luchsinger gar über 11.700.

Beide freuen sich, dass sie sich nach neun Monaten virtueller Bekanntschaft in ihrem „Zuhause LinkedIn“ jetzt endlich einmal real F2F treffen können. Im lockeren Gespräch erzählen sie von ihrem Leben mit LinkedIn. So hat sich Luchsinger ein Zeitlimit von täglich zwei Stunden für LinkedIn gesetzt. Als Frühaufsteher postet er morgens und verfolgt die Diskussion über den Tag hinweg. Seine Hauptmotivation dabei ist, sich weiterzubilden, Wissen aufzubauen. Für ihn ist LinkedIn die virtuelle Visitenkarte, derer man sich bewusst sein sollte. Überhaupt funktioniere Beziehungsarbeit in den sozialen Netzwerken wie im normalen Leben, ist sogar noch verbindlicher. Man solle ich auf ein Thema konzentieren. Und wenn man sich für ein Netzwerk entscheidet, dann richtig. So sollte man sein Profil auch pflegen und dranbleiben, empfiehlt auch Ines Imdahl. Für sie besticht LinkedIn durch die höfliche Umgangsweise, die dennoch tief in Themen einsteigen lässt.


Im Anschluss an das Gespräch zeigte sich in einer anschließenden Slido-Befragung, dass die meisten der Anwesenden – vor Ort und per Stream – auf LinkedIn aktiv sind und das Netzwerk in erster Linie als Informationsmedium (Weltgeschehen / Produkte /Dienste) nutzen.

Die Insights bleibt in den Social Media und bei einer der ältesten Studien, die hier nach Beweggründen und Einstellungen zu bestimmten gesellschaftlichen Werten sucht. Der Werteindex wird seit 2009 von Jens Krüger, Geschäftsführer von Bonsai Research, erhoben. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Trendbüro von Peter Wippermann und Kantar durchgeführt. Seit zwölf Jahren schaut der Werte-Index, wie sich grundlegende Werte der Menschen auf Social Media darstellen und verbreiten. Gemeinsam mit Alexandra von Cukrowicz, die das Bonsai Lab leitet, und Helge Carstens, Market Research Manager New Business bei Merck, überlegt Kürger: „#Nachhaltigkeit nervt“

Von Cukrowicz startet mit der Suche nach nachhaltiger Werbung und wird praktisch überall fündig: Von Krombacher über Reisen, Tabak, Bananen, Waschmittel, Strom, Supermärkte und jetzt auch noch Ikea. Doch was sagen die Konsumierenden? Fragt man sie direkt: Klar ist wichtig, kaufe nur noch Bio, fahre Rad – tatsächlich schaut der Warenkorb dann doch anders aus. Um das herauszufiltern, wurden im Werte-Index bis vor Kurzem drei Millionen Posts analysiert; jetzt sind es drei bis vier Millionen im Monat, das macht laut Krüger etwa 40 bis 50 Millionen Posts im Jahr; möglich macht das eine KI.

Im Werte-Index kann über die letzten Jahre verfolgt werden, wie sich Themen verändern. War Natur bisher positiv besetzt, Wald = Ruhe, Erholung, greift jetzt der Klimawandel, Fridays for Future. Ähnlich hat sich das Thema Gesundheit durch die Pandemie verändert. Ging es bisher um Lifestyle, geht es jetzt um Selfcare. 65 Prozent wollen ihren Körper besser beoachten.

Der Werte-Index spiegelt die Verunsicherung bei den Menschen. Carstens bringt es auf den Punkt: Schluss mit lustig. Klimawandel ist da, Handlungsbedarf ist gefragt – aber wie? Und vor allem: Alle sind für Action, aber meist nur solange es sie selbst nicht betrifft, solange sie selbst sich nicht einschränken müssen.

planung&analyse Insights 21: Jetzt oder nie


Weiter geht es mit dem Thema Kooperationen unter dem Motto „Zusammen ist man weniger allein“. Bei der Diskussionsrunde ESOMAR meets planung&analyse tauschen sich Christoph Welter, Managing Director (Point Blank Research & Consultancy and ESOMAR Representative for Germany), Ray Poynter (Founder of NewMR and Chief Research Officer at Potentiate and ESOMAR Council), Nikki Lavoie (Founder, CEO & Chief Sparkologist, Mindspark Research International and ESOMAR Council), Elise Ravet (Sensory Consumer Product Insights Scientist, PepsiCo) und Krikor Mugerian (Managing Director UK LRW Tonic) miteinander aus.

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