dfv-Studie

Fachmedien gewinnen an Relevanz

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 Entscheider bevorzugen nach wie vor Print
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Entscheider bevorzugen nach wie vor Print
Eine neue Studie der dfv Mediengruppe zeigt, dass Entscheider in der Coronakrise noch intensiver nach Informationen und Learnings für ihr Geschäft suchen. Die Leser suchen gezielt nach Informationen aus ihren Branchen und setzen sich intensiver damit auseinander.
Als Wirtschaft und öffentliches Leben im Frühjahr coronabedingt heruntergedimmt wurden, veränderte das auch die Schwerpunkte in der Mediennutzung. So gewannen Nachrichten-Websites und Online-Angebote von TV-Sendern, regionale Medien, Social Media und Gaming teilweise erheblich an Reichweite. Welche Trends sich in der B2B-Kommunikation zeigen, damit befasst sich eine aktuelle Studie der dfv Mediengruppe, in der auch planung&analyse erscheint. Dazu wurden im Juli/August 223 Abonnenten – überwiegend berufliche Entscheider – von fünf Fachtiteln befragt und die Ergebnisse in der Studie „Glaubwürdigkeit und Relevanz: Fachmedien in Zeiten von Corona“ zusammengefasst.


Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der teilnehmenden Leser sagen, dass für sie Fachmedien als Informationsquelle an Bedeutung zugenommen haben, und gut ein Viertel (26 Prozent) widmet sich B2B-Medien seither intensiver. 40 Prozent geben an, die digitalen Angebote der Fachmedien nun öfter zu nutzen als vor Corona. Derweil bleibt Print stabil: zwölf Prozent der Entscheider informieren sich stärker als zuvor in den gedruckten Fachmedien, bei 77 Prozent ist das Nutzungsverhalten gleichgeblieben.
Firmeninhaber und Manager sind wissbegierig, sie suchen nach Lösungen, denn: In acht von zehn Unternehmen macht sich die Pandemie wirtschaftlich bemerkbar und/oder hat organisatorische Veränderungen ausgelöst. Die Folgen der Coronakrise werden von 51 Prozent als „eher negativ“, von 22 Prozent als „eher positiv" bezeichnet. Zugleich sagt eine Mehrheit (57 Prozent) der Befragten, dass in ihrem Unternehmen Veränderungen notwendig sind oder bereits begonnen haben. 83 Prozent halten seriöse Brancheninformationen in der Krise für „enorm wichtig“ – und hier können Fachmedien punkten.

Sie sind wichtiger geworden, wenn es darum geht, relevante Informationen aus der Branche zu gewinnen (42 Prozent) und durch die Lektüre von anderen Unternehmen zu lernen (41 Prozent). Gute Recherche, hochwertiger Inhalt, direkt auf die Zielgruppe zugeschnitten – diese Stärken der Fachmedien „liefern eine verlässliche Basis für Entscheidungsunterstützung und Meinungsbildung“, betont Sönke Reimers, gemeinsam mit Peter Esser Sprecher der Geschäftsführung der dfv Mediengruppe.
Im Wettbewerb mit anderen Informationsquellen heben sich Fachmedien deutlich ab. Laut Studie haben sie die relevantesten Informationen aus ihrer Branche (78 Prozent), sie werden am konzentriertesten genutzt (66 Prozent), sind am glaubwürdigsten (67 Prozent) und helfen am meisten bei der Meinungsbildung zu beruflichen Themen (65 Prozent). Berufliche Netzwerke und Wirtschaftsmagazine erreichen hier Zustimmungswerte zwischen sieben und maximal 31 Prozent.


In der Studie wurden die Leser außerdem danach gefragt, wie sie die Rolle der Fachmedien als Werbeträger beurteilen. 48 Prozent geben an, sie „haben die relevanteste Werbung“. Im Vergleich zu beruflichen Netzwerken (14 Prozent) ist der Wert fast dreieinhalbmal so hoch, gegenüber den Wirtschaftsmagazinen (neun Prozent) mehr als fünfmal so hoch.
Über die Studie
Für die Studie „Glaubwürdigkeit und Relevanz: Fachmedien in Zeiten von Corona“ wurden im Zeitraum vom 13. Juli bis 7. August dieses Jahres 223 Leser von fünf Fachtiteln (Print und/oder Digital) der dfv Mediengruppe telefonisch befragt. Es handelt sich dabei um afz – allgemeine fleischerzeitung, agrarzeitung, HORIZONT, Lebensmittel Zeitung, TextilWirtschaft. Die Auswahl der Befragten basiert auf einer Zufallsstichprobe aus der Abonnentendatei. 87 Prozent von ihnen sind Entscheider; 56 Prozent gehören als Inhaber, geschäftsführender Gesellschafter, Vorstand oder Geschäftsführer zu den Top-Entscheidern.
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