Corona-Pandemie

Keine Erholung der globalen Wirtschaft bis 2022? Das denken Unternehmen weltweit

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20 Prozent der weltweit befragten Unternehmen glauben, dass die wirtschaftliche Erholung bis zu 2 Jahre dauern wird.
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20 Prozent der weltweit befragten Unternehmen glauben, dass die wirtschaftliche Erholung bis zu 2 Jahre dauern wird.
Werden die ökonomischen Auswirkungen der Corona-Pandemie auch nach der Bereitstellung eines Impfstoffs anhalten? Und wann denken Unternehmen wird sich die globale Wirtschaft erholt haben? Das Marktforschungsunternehmen Kantar befragte mit dem Global Business Compass Führungskräfte weltweit zu den Auswirkungen der Pandemie.
Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der befragten Unternehmen ist besorgt, dass die ökonomischen Auswirkungen der Corona-Pandemie auch nach der Bereitstellung eines Impfstoffs anhalten werden. Rund ein Drittel denkt, dass die wirtschaftliche Erholung innerhalb von sechs Monaten nach dem Ende der Pandemie durch einen Impfstoff eintritt, ein weiteres Drittel erwartet die vollständige Erholung nach einem Jahr. Laut der Kantar-Studie glauben 20 Prozent der weltweit befragten Unternehmen, dass die wirtschaftliche Erholung bis zu 2 Jahre dauern wird.
Über die Studie
Das Marktforschungsunternehmen Kantar befragte für den Global Business Compass zwischen Mai und Juni 2020 in mehr als 60 Ländern 4.475 Führungskräfte, davon über 900 auf C-Level.
Einen Geschäftsrückgang bis zum Ende des zweiten Halbjahres 2020 erwarten 73 Prozent der befragten Führungskräfte. Knapp die Hälfte (45 Prozent) geht von einem Rückgang um 20 Prozent oder weniger aus. 15 Prozent der Befragten erwarten im Jahresvergleich einen Rückgang von mehr als 40 Prozent.

Kritik an Unterstützung der Regierung

Weltweit ist laut der Studie weniger als jedes dritte Unternehmen (29 Prozent) zufrieden mit der finanziellen Unterstützung, die es von seiner Regierung erhalten hat. Die Forderung nach weiterer Unterstützung ist jedoch groß: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (54 Prozent) erhofft sich mehr Hilfe – vor allem in Form von verbesserten Steuerbedingungen oder Stundung von Steuerzahlungen. Direkte Liquiditätshilfen fordert fast jedes dritte Unternehmen (32 Prozent).

Neue Strategien

Die befragten Führungskräfte gehen klar davon aus, dass sie ihre Strategien in einer Welt nach der Pandemie überdenken müssen. Das Virus hat der Verbraucherverhalten stark verändert. 90 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass diese Veränderungen auch nach der Krise anhalten werden. Deshalb werden Unternehmen agieren: 79 Prozent wollen ihre Kernstrategie weiterentwickeln. 72 Prozent geben an, ihre bisherige Arbeitsweise zu überdenken. Dass Online-Shopping während der Pandemie boomt, geht auch an den Unternehmen nicht spurlos vorbei: 70 Prozent wollen deshalb ihre E-Commerce-Fähigkeiten verbessern.
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