40 Jahre LINK Institut

Ein Markenmonitor als Geburtstagsgeschenk

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 Joseph Stofer und Horst Heidemeyer gründeten vor 40 Jahren das Schweizer LINK Institut
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Joseph Stofer und Horst Heidemeyer gründeten vor 40 Jahren das Schweizer LINK Institut
Sein 40-jähriges Bestehen begeht das LINK Institut mit einem Innovationstag am 21. September und einem neuen Tool, dem Schweizer Markenmonitor. Im Vorfeld ein kurzer Blick auf die Geschichte des größten Schweizer Marktforschungsinstituts.

Eine der ersten Studien im Jahr 1981 ist die langjährig  durchgeführte „Kontinuierliche Erhebung des Personenverkehr“ (KEP) mit bis zu 28.000 Interviews pro Jahr für die Schweizer Bundesbahn. Im Geburtstags-Interview bescheinigt Robert Schlich, Co-Leiter Customer Insights and Analytics bei der SBB, dem langjährigen Forschungspartner: Eigeninitiative, offene Kommunikation, hohe Qualitätsstandards und das Gefühl, dass die Methoden jeweils State of the Art sind.


Ein schönes Kompliment, das CEO Benedikt Lüthi sicher gerne hört. Er ist noch keine 40 Jahre lang, sondern seit 2016 dabei und bestimmt die Geschäftspolitik mit – zunächst als Verwaltungsrat. Im November 2017 kam es dann zu einer ungewöhnlichen Rochade: Aus dem Verwaltungsrat Lüthi wurde der Geschäftsführer Lüthi. Seitdem arbeitet er gemeinsam mit 100 Experten und Expertinnen konsequent daran, den Schweizer Forscher auszubauen. 

Unternehmensgründer waren Methoden-Pioniere in der Schweiz

Gegründet wurde das LINK Institut 1981 von Joseph Stofer und Horst Heidemeyer. Sie waren Schweizer Pioniere, sowohl in der Computer unterstützten Telefonbefragung (CATI) als auch in der Online-Forschung. So heißt es in der Geburtstags-Agenda.

CATI-Studios und Online-Panel – beides ist bis heute unter Leitung des Head of Research Operations Dietmar Zentner, ein wichtiges Asset von LINK. Die CATI-Studios in der Deutsch-Schweiz und in der französischen Schweiz haben einen guten Ruf in Sachen Qualität. In Zeiten von Corona wurde schnell gehandelt und ein Großteil der Interviewer kann heute auch von zu Hause aus arbeiten. Auch das Online-Panel mit über 115.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erfüllt besondere Bedingungen und ist zusätzlich offline rekrutiert. Lüthi bezeichnet den Aufbau seit 1998 als „Meilenstein in der Geschichte der LINK“ und spricht von dem „qualitativ hochwertigsten, größten und repräsentativsten Panel der Schweiz“.

Ein zweiter Pfeiler der Link-Geschäftspolitik ist die breite Aufstellung. Von kleineren Online-Projekten für KMUs über Medienforschung bis hin zu hoch-komplexen, mehrjährigen Großstudien für das Bundesamt für Statistik – das LINK Institut führt alles durch.
Benedikt Lüthi, CEO LINK Institut
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Benedikt Lüthi, CEO LINK Institut
Die Sozialforschung, die zu Beginn dominierend war, macht mittlerweile noch 30 Prozent der Forschungsprojekte aus. Dort wurden gerade in der Corona-Zeit interessante Studien durchgeführt. Zum Beispiel das Waldmonitoring im Auftrag der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft oder eine Studie zum Fernunterricht für das Luzerner Bildungs- und Kulturdepartement.

Ein drittes Asset ist – wie auch schon der Kunde SBB erwähnt hat – die Forschung State-of-the-Art: angefangen von der Einbindung von Digitaltechnologien, Neuroforschung, Artificial Intelligence und impliziten Messmethoden bis hin zu Agile Research gemeinsam mit dem exklusiven Partner Quantilope.

Kooperationsfähigkeit bedeutet Zukunftsfähigkeit

Ein wesentlicher Punkt, der auch auf dem Innovationstag eine wichtige Rolle spielen wird, ist dabei heute das Thema Kooperationen. Stefan Reiser, Managing Director Marketing Research und Mitglied der Geschäftsleitung, sagt dazu, Kooperationen könnten sehr wertschöpfend sein, aber die Fähigkeit dazu, falle nicht vom Himmel, sondern müsse erarbeitet werden. Seine Überzeugung: ohne Kooperationsfähigkeit keine Zukunftsfähigkeit. 

Dass diese Fähigkeit bei LINK offenbar vorhanden ist, zeigt auch die Auszeichnung „planung&analyse Außergewöhnliche Partnerschaft in der Marktforschung“, die Link gemeinsam mit Swisscom im August auf der p&a Insights21 erhalten hat.

Martin Breitschmid, Head of Market & Customer Intelligence bei der Swisscom AG, beschreibt in seinem Geburtstagsinterview mit LINK die Vorteile der Zusammenarbeit: „Dieses Vorgehen entspricht zum einen unserem Bestreben, als Inhouse Agency agieren zu können. Es eröffnet uns Zugang zu weiteren Methoden, wie z.B. einfachen Conjoints, die wir bislang gar nicht inhouse anbieten konnten. Die Kooperation mit LINK erlaubt es uns, zusätzlich gewisse Schritte je nach eigener Ressourcenlage extern zu vergeben. Das gibt uns Flexibilität. Gerade im schnelllebigen Projektgeschäft ist es ein Asset, wenn die Marktforschung die gewünschten Insights innerhalb weniger Tage liefern kann.“ 

Ein Markenmonitor als Geburtstagsgeschenk

Zum Geburtstag im September 2021 stellt LINK nun den Swiss Brand Observer vor, der gemeinsam mit der Universität Luzern entwickelt wurde. Insgesamt 2.000 Konsumentinnen und Konsumenten aus dem LINK Online Panel bewerten wöchentlich 200 Marken anhand relevanter Marketing- und Management-KPIs. Damit können Marken-Inhaber den Impact ihrer Kampagnen, die Wirkung von mittel- und langfristigen Branding-Strategien, aber auch den Einfluss der öffentlichen Berichterstattung auf ihre Marke verstehen sowie mit dem Wettbewerbsumfeld vergleichen.

In die Zukunft blickend, sieht Lüthi einen steigenden Forschungsbedarf und dass die Marktforschung immer näher an die Businessentscheidungen heranrückt. Zur Vorbereitung einer millionenschweren Investitionsentscheidung wird auch schon mal vor dem Verwaltungsrat präsentiert. Auf die Frage, wie es mit der Marktforschung weitergeht, antwortet der studierte Historiker: „Sauberes methodisches Arbeiten und die Fähigkeit, richtige Fragen zu stellen, sind die Lungenflügel sowohl der Markt- und Sozialforschung wie auch der Geschichtswissenschaften."
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