CATI-Studio erfindet sich neu

Aus IFF wird FFIND

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Der CATI-Dienstleister IFF International hat eine Neuausrichtung mit erweitertem Angebot umgesetzt. Als zusätzliche Services werden unter anderem auch Voice Assisted Interviews mit Alexa angeboten. Management wird neu aufgestellt.

„Kurz gesagt, es geht um die Neugestaltung unserer Marke und die Neuausrichtung unserer Unternehmensgruppe. Wir ändern nicht nur unseren Namen oder die Farben des Logos, sondern wir wollen und werden unseren Kunden ein neues und erweitertes Leistungsspektrum bieten.“ Gründer und Alleingesellschafter Tom Abele trägt dies mit Überzeugung vor.



Die Gründe für den Change-Prozess liegen auf der Hand: CATI – Computer Assisted Telefon Interview – hat im Vergleich zu Online-Befragungen an Boden verloren und dieser Prozeß schreitet fort. Dies gelte auch für die klassischen CAPI-Studien. Durch die Corona-Pandemie ist die Digitalisierung mit Macht vorangetrieben worden, deutlich mehr Menschen sind nun mit Technologien wie Videotelefonie vertraut.

Daher öffnet sich das Unternehmen für Neues, um die Chance zu nutzen, sich zukunftsorientiert und wettbewerbsfähiger zu positionieren, erklärt Abele. „Wir werden natürlich unsere CATI Kompetenz beibehalten, vor allem auch mit CATI@Home“, sagt er im Gespräch mit planung&analyse. Damit ist gemeint, dass native Speaker von zu Hause aus, also als als Remote-Lösung, weltweit Interviews führen. Dies wird auch mit Video-Interviews realisiert, als neue Form der klassischen Computer Assisted Personal Interview – CAPI. Zusätzlich soll es CAWI-Ad-hoc geben, allerdings ohne Panel sondern durch Rekrutierung aus sozialen Netzwerken.


Der Einstieg in das Thema sprachunterstützte Interviews (Voice-Assisted-Interviews VOI) wurde bereits vollzogen. Ennio Armato, bisher zuständig für die italienische Tochter von IFF, hat seine Forschung dazu auf dem Esomar-Kongress im vergangenen September vorgestellt.

Von links: Monica Guarneri, Tom Abele, Ennio Armato, Alessandro Imborgia
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Von links: Monica Guarneri, Tom Abele, Ennio Armato, Alessandro Imborgia
Zusätzlich zu der inhaltlichen Neuausrichtung werden die Strukturen des Unternehmens verschlankt und es wird der Name geändert. Die drei Tochterunternehmen in Frankfurt, London und Palermo werden zu einem multinationalen Unternehmen vereint, um kosteneffizienter zu arbeiten. Zum neuen globalen CEO wird Armato ernannt, der bislang die Führung der italienischen Dependance inne hatte. Eigentümer Abele wird über eine Holding die strategische Entwicklung der Unternehmensgruppe begleiten und darüber hinaus im deutschen Markt als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Alessandro Imborgia übernimmt die Funktion des Global Sales Director, Monica Guarneri wird Global Operation Manager. Christine Albrecht, die den deutschen Ableger von IFF geleitet hat, hat sich Ende vergangenen Jahres entschieden aus dem Unternehmen auszuscheiden, um neue Herausforderungen anzunehmen (p&a berichtete). Sie hat den Prozess allerdings im Jahr 2020 noch intensiv begleitet.

„Ich bin überzeugt, dass diese von mir mitentwickelte Neuausrichtung von IFF zu FFIND ein großartiger Schritt in eine erfolgreiche digitale Zukunft des Unternehmens ist“, sagt Albrecht.

Mit der Neuausrichtung einher geht nicht nur der neue Name FFIND und das neue Management, sondern auch eine reduzierte Anzahl von festen CATI-Plätzen.

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