Buzzwords 21-25

Von Engagement bis Smart Data

Wer eigentlich nichts zu sagen hat, benutzt sie gerne, manchmal trifft man aber auch mit einem knappen, meist englischen Begriff besser den Nagel auf den Kopf als mit langen Beschreibungen. Fabian Müller rechnet mit dem Buzzword-Bingo in Marketing und Marktforschung ab.

21. Engagement

Es ist schon kurios mit diesem Engagement (bitte englisch aussprechen): Da produzieren Unternehmen für zigtausende Euros Werbung und sind letztlich doch abhängig von der Großzügigkeit und Empathie der Rezipienten. Hier ein Like, da ein Share und am besten noch überall ein bisschen Kommentar-Senf dazu. Ist der User aber nicht „involved“, wird’s eng mit den Herzen – und folglich mit den Jobs der Werber.



22. Customer Journey

Die Customer Journey ist so etwas wie die Tour de France des Marketing. Auf jeder Etappe gibt es Wasserträger, die die Route zum Ziel weisen – doch manchmal sind die Hindernisse einfach zu hoch, sodass selbst die ausdauerndsten Pferdelungen auf halbem Weg schlappmachen. Manch einer schließt dabei sogar Bekanntschaft mit dem harten Kopfsteinpflaster (sogenannten „Touchpoints“). Deshalb wollen Marketer mehr und mehr in die sichere Streckenführung investieren – ganz ohne Doping.

23. Mobile first

Mobile first, Desktop second – @realdonaldtrump gefällt das. Weil alle Welt nur noch am Handy surft, schlägt die Zeit responsiver Websites. Auch das Marketing richtet sich zunehmend auf mobile Endgeräte als Empfangsquelle Nummer 1 aus – vergisst dabei aber vor lauter POTUS-Blabla nicht selten User Experience und Werbewirkung.

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24. Omnichannel

Wenn Kunden online und offline nicht mehr auseinanderhalten können, muss eine Marke eben omnipräsent sein. Im Netz, im Laden, im Fernsehen, auf dem Handy, an der (Omni-)Bushaltestelle. Marketing auf nur einem Kanal ist out. Gilt also auch für den archetypischen Markenmacher: Gesucht werden daher Werbe-Chamäleons mit 360-Grad-Blick. Viel zu viele arbeiten stattdessen aber immer noch mit Scheuklappen.

25. Smart Data

Dass Daten das neue (Schlangen-)Öl der Wirtschaft sind, weiß inzwischen jeder. Vor ein paar Jahren mussten diese Daten noch groß und gewaltig sein, nahezu „big“. Heute reicht es, wenn sie klein und intelligent sind, smart also. Auch das Marketing hat mittlerweile gelernt, dass die richtigen Daten klug eingesetzt ein Gewinn sein können – und wie gut sich das vor allem in der Kommunikation anhört.


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