BMG-Corona-Studie

Wie stark Corona die Deutschen beschäftigt

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Der Alltag der Menschen wird zunehmend von der Coronakrise beherrscht - zu diesem Ergebnis kommt die BMG-„Corona-BUND-Studie“, eine interdisziplinären Studie im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums. Während die Einkommenssituation stabil bleibt, wächst die Sorge, sich selbst mit dem Virus zu infizieren.
Im Oktober sagen laut der Studie, die von Forsa durchgeführt wurde, 86 Prozent, sich mit Corona und den Folgen des Virus häufig oder fast immer zu beschäftigen. Während der ersten Welle im Juni sien es nur 73 Prozent gewesen. Die Einkommenssituation der Menschen sei bislang stabil: Im Juni gaben 76 Prozent der Befragten an, das Einkommen im Haushalt sei im Vergleich zum Februar unverändert geblieben. Im Oktober habe sich für 77 Prozent das monatliche Netto-Einkommen des Haushalts nicht verändert. Deutlich größer seien aber die Sorgen davor geworden, sich selbst mit dem Corona-Virus zu infizieren.
BMG-„Corona-BUND-Studie“
Die BMG-„Corona-BUND-Studie“ wird von einem Forschungskonsortium bestehend aus der Charité-Universitätsmedizin Berlin, dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung, PI Health Solutions, ATLAS Biolab , Cologne Center for Genomics und Forsa durchgeführt. Die Umfragedaten wurden von Forsa zwischen dem 21. und 31. Oktober 2020 erhoben. Befragt wurden 30.500 Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik ab 18 Jahren.
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Der Anteil der Selbständigen, die in der Coronakrise Hilfen in Anspruch genommen haben, hat sich im Oktober im Vergleich zum Juni nicht verändert, wie aus der Studie hervorgeht. 35 Prozent haben private Ersparnisse genutzt, um die Folgen für ihr Gewerbe abzumildern. 25 Prozent nahmen staatliche Soforthilfen in Anspruch, 15 Prozent stundeten Steuerzahlungen oder reduzierten Vorauszahlungen. 9 Prozent haben sich Geld von Verwandten oder Freunden geliehen.


Die von der Politik beschlossenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie halten im Oktober 84 Prozent der Befragten für richtig. 34 Prozent halten sie für nicht weitgehend genug. Der Anteil derer, die die Maßnahmen für nicht weitgehend bzw. nicht streng genug halten, habe sich seit Juni verdoppelt.
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