Beschluss auf Mitgliederversammlung

ADM will sich für weitere Mitglieder öffnen

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Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hat der ADM beschlossen, dass die Mitgliedschaft im ADM künftig auch für Startups und kleinere Unternehmen möglich sein soll. Interessengemeinschaft Teststudios berichtet von ersten Aktivitäten.

Am 15. November fand in Köln eine außerordentliche Mitgliederversammlung des ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute statt. Dort wurde eine neue Satzung beschlossen. Diese enthält veränderte Kriterien für die Aufnahme eines neuen Mitglieds. Die bisherigen Kriterien, mindestens drei Jahre am Markt zu bestehen und ein geforderter Mindestumsatz von 500.000 Euro, hätten für junge oder kleinere Unternehmen oftmals eine unüberwindbare Hürde zur Mitgliedschaft dargestellt, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.



Wie schon das ADM-Vorstandsmitglied Roland Abold im Interview mit planung&analyse sagte, will sich aber der Verband für diese Unternehmen öffnen. Um die Aufnahme junger Startups und kleinerer Unternehmen zu ermöglichen, wurde daher eine Satzungsänderung in der Mitgliederversammlung beschlossen.

Vorbehaltlich der Prüfung durch das zuständige Registergericht und der Eintragung ins Vereinsregister bietet die neue Satzung Newcomern und kleineren Unternehmen die „assoziierte Mitgliedschaft“ an. Als assoziierte Mitglieder wären diese Unternehmen zwar stimmrechtslos, verfügten ansonsten aber über alle Rechte eines ordentlichen Mitglieds. Dazu gehöre auch die Nutzung des ADM-Logos, die Inanspruchnahme der Rechtsberatung und die Teilnahme an verbandsinternen Workshops, heißt es. Darüber hinaus müssten sich die Unternehmen verpflichten, die Vereinssatzung, Berufsgrundsätze, Standesregeln und Qualitätsstandards sowie Beschlüsse des ADM einzuhalten.

Vertretung der Interessen der Teststudios

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Bericht der neugegründete „ADM Interessengemeinschaft Teststudios“. Dieser sei jedoch keine eine Reaktion auf die Gründung des Verband der deutschen Teststudios (VDDT) im Frühjahr dieses Jahres, sagte Geschäftsführerin Bettina Klumpe gegenüber planung&analyse. Die Interessengemeinschaft bestehe derzeit aus vier ADM-Mitgliedern. Man sei im freundlichen Dialog mit dem VDDT, hieß es.


Laut Pressemitteilung wurde auch „über die Themen Repräsentativität, Wertschätzung von Interviewern und den Ausbildungsberuf des Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS) diskutiert. Für die FAMS soll in einer gemeinsamen Aktion mit dem BVM und der DGOF informiert und geworben werben. Ein Preis "Best of FAMS" wurde ausgeschrieben. Informationen zur Selbstregulierung der Branche und zum Stand der Ausarbeitung der europäischen ePrivacy-Verordnung rundeten die Versammlung ab.

Der ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen der privatwirtschaftlichen Markt- und Sozialforschungsinstitute in Deutschland. Die Mitgliedsinstitute des ADM erzielen über 80 Prozent des Branchenumsatzes.

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