Außerordentliche Mitgliederversammlung

GfK Verein bekommt neuen Namen

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Andreas Neuss und Manfred Scheske führen den neuen Verein
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Andreas Neuss und Manfred Scheske führen den neuen Verein
Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des GfK Vereins wurde am Montag ein neuer Name festgelegt: Nürnberg Institut für Marktentscheidungen e.V. Die Umbenennung war nötig geworden, um eine klare Trennung zur kommerziellen GfK SE deutlich zu machen.

Hintergrund der vorgeschlagenen Namensänderung war die Notwendigkeit einen unverwechselbaren Namen für den Verein festzulegen, der den nicht-kommerziellen Forschungsauftrag des Vereins und eine klare Trennung zur kommerziellen Ausrichtung der GfK SE deutlich macht.

Nach „intensiver Diskussion der Vor- und Nachteile eines neuen Namens“ – so eine Mitteilung –  wurde mit 84,05 Prozent der vertretenen Stimmen von den Mitgliedern beschlossen, dass der GfK Verein künftig den Namen „Nürnberg Institut für Marktentscheidungen e.V.“ führt. Der § 2 Abs. 1 der Satzung, in dem der Name festgelegt wird, wird entsprechend geändert und diese Änderung im Vereinsregister eingetragen.

Beim zweiten Versuch erfolgreich
Bereits im Juli hatte auf der ordentlichen Mitgliederversammlung das Thema auf der Tagesordnung gestanden. Damals mochten die Vereinsmitglieder einer Namensänderung nicht zustimmen. Neben dem Vorteil, dass keine Möglichkeit der Verwechslung mehr besteht, hat der Verein auch die Namensrechte neu geregelt. Verein und GfK SE haben eine gemeinsame Entstehungsgeschichte. Lange nachdem der Marktforscher schon kommerzielle Aufträge erfüllte, erst 1984, wurde die GfK GmbH gegründet, die später zur GfK SE wurde, und die kommerzielle Forschung dorthin übertragen. Das orangene Logo benutzten beide Institutionen. Im Sommer wurden die Nutzungsrechte an dem Logo an die GfK SE für einen Betrag von 10 Millionen Euro abgetreten. Eine Entscheidung für einen neuen Namen stand also an.

Jetzt wurde beschlossen, dass dort, wo der Name erscheint, in Zukunft der Hinweis „Gründer und Ankeraktionär der GfK SE“ hinzugefügt wird, um klar auf die Historie und die besondere Beziehung des Vereins zur GfK SE hinzuweisen. Der Verein hat weiterhin mit über 56 Prozent die Mehrheitsanteile an der GFK SE inne und belegt auch zwei Plätze im Aufsichtsrat.

„Diese neue Fokussierung – zusammen mit dem neuen Namen – macht es für uns einfacher, unsere Aufgabe als nichtkommerzielles, internationales und interdisziplinäres Forschungsinstitut im Austausch mit einem Netzwerk an relevanten Kooperationspartnern und anderen Think Tanks wahrzunehmen.“
Andreas Neus, Geschäftsführer und Vizepräsident des GfK Vereins.

„Unser Selbstverständnis bleibt von der Namensänderung aber unberührt. Denn wir werden uns weiterhin stark für die GfK SE engagieren – als Mehrheitsaktionär und dort, wo es im gegenseitigen Interesse ist, auch als Forschungspartner.“, erläutert Manfred Scheske, Präsident des GfK Vereins. Ab Januar werde der Verein auf die Nutzung des orangefarbenen GfK-Logos verzichten, heißt es in der Mitteilung. Die komplette Überarbeitung des Außenauftritts ist im Frühjahr 2019 geplant.

Fokus auf Marktentscheidungen
Auch die Forschungsstrategie des Vereins wurde – insbesondere im Hinblick auf die weltweite Digitalisierung der Marktforschung – neu ausgerichtet. Künftig liegt der Forschungsschwerpunkt noch stärker auf dem Thema „Marktentscheidungen“. Denn das Verstehen von Kaufentscheidungen der Konsumenten und die Verbesserung der Marketingentscheidungen von Unternehmen waren und bleiben der Kern des Mehrwertes der Marktforschung, der auch durch die technologischen Entwicklungen nicht an Relevanz verlieren, sondern allenfalls noch an Bedeutung zunehmen wird.

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