Ausblick 2019

Wir haben das kritische Hinterfragen noch nicht verlernt

Andreas Pohle (li), CMTO Kantar Deutschland, und Hartmut Scheffler, Geschäftsführer von Kantar Deutschland
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Andreas Pohle (li), CMTO Kantar Deutschland, und Hartmut Scheffler, Geschäftsführer von Kantar Deutschland
CMTO Andreas Pohle und Geschäftsführer Hartmut Scheffler, beide Kantar Deutschland, wollen Mehrwert für den Kunden schaffen und deutlich machen, dass Marktforschung einen Impact hat, und zwar für eine Vielzahl von Entscheidungen rund um Markenführung und Marketing.
Was haben Sie sich für das kommende Jahr 2019 vorgenommen? Pohle: Wir leben in einer Zeit voller Veränderungen, die enorme Chancen bietet. Insofern ist es das wichtigste Ziel, aktiv neue Wege zu gehen, anders zu denken und die daraus entstehenden Potenziale konsequent zu nutzen. Wir möchten für unseren Kunden einen echten Mehrwert schaffen und sie so erfolgreich in die Zukunft begleiten.


Wenn Sie an die Herausforderungen der Branche denken, was bereitet Ihnen vor allem Kopfzerbrechen?
Pohle:
Neben der Digitalisierung und dem Eindringen neuer Wettbewerber in den Markt stellt die Qualität von Daten bzw. die kritische Auseinandersetzung mit dem „Herstellungsprozess“ von Daten eine große Herausforderung dar. Daten werden häufig zu Informationen ohne dass dabei hinterfragt wird, wie diese Daten zustande gekommen sind. Hauptsache, die Story stimmt. Die aktuellen Diskussionen in der Branche rund um das Thema Repräsentativität sowie in den Medien allgemein bzgl. der Quelle von Informationen zeigen mir aber, dass unsere Branche und unsere Gesellschaft das kritische Hinterfragen noch nicht verlernt hat. Das macht mir Hoffnung.
Scheffler: Es ist die Notwendigkeit der Marktforschung, Wirkung/ Impact zu dokumentieren für eine Vielzahl von Entscheidungen rund um Markenführung und Marketing auch im Digitaldatenüberflusszeitalter (Marktforschung als „Muss“): Durch Branding der Marktforschung (auch) auf Entscheiderebene, durch neue Lösungen und Skills, vor allem aber durch eine klare und alleinstellende Positionierung (Verstehen von Marke, von Daten, von Menschen) und durch wirkungsrelevante, mutige Empfehlungen. Dazu gehört auch die Abdeckung drei ganz unterschiedlicher Geschäftsfelder von Do-it-Yourself-Angeboten und einfachen/ schnellen Lösungen über bewährte Adhoc-/ Customized Ansätze und –Lösungen hin zu datenbasierten automatisierten Systemen unter Verwendung modernster Datenanalyse, künstlicher Intelligenz, Berücksichtigung aller Daten auf Datenplattformen.

Auf welche Chancen und Challenges freuen Sie sich besonders? Pohle: Die Digitalisierung hat in unserer Branche, wie in vielen anderen Branchen auch, einen großen Veränderungsprozess angestoßen. Neue Technologien, neue Wettbewerber, neue Services und Kooperationen. Das sind spannende Zeiten mit großen Chancen für die Zukunft. Wir werden diese Chancen in echte Wettbewerbsvorteile für unsere Kunden und unser Unternehmen übersetzen. Darauf freue ich mich schon sehr.


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