Aktuelle Studien zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie

Back to Normal mit der Impfung?

   Artikel anhören
© Pexels
Die Solidarität der Jugend schwindet, während die Reiselust steigt. Aber wird unbeschwertes Reisen wie vor der Pandemie je wieder möglich sein? Klar ist, dass der Weg zurück zur Normalität nur über die Impfung geht. Doch welche Kriterien überzeugen die Menschen in Deutschland davon, sich impfen zu lassen?
Zu Beginn der Pandemie wurde an die Jugend appelliert, sich solidarisch mit den älteren Mitgliedern der Gesellschaft zu zeigen. Und auch nach einem Jahr Pandemie geben 66 Prozent der befragten Jugendlichen der Studie „Jugend und Corona in Deutschland: Die junge Generation am Ende ihrer Geduld“ an, sich immer noch an die AHA-Regeln zu halten. 61 Prozent sprechen sich zudem für die Rücksicht gegenüber Familienangehörigen und Gleichaltrigen aus.

Doch gerade die eingeforderte Solidarität der Jugend trägt zur Frustration bei: 60 Prozent der Jugendlichen wären sofort zu einer Impfung bereit, sind aber frustriert, weil sie bei den Priorisierungen gar nicht auftauchen.

Zudem wirkt sich die andauernde Pandemie merklich auf ihre mentale Gesundheit aus. 53 Prozent der befragten Jugendlichen geben an, dass sich ihre psychische Gesundheit verschlechtert habe, 48 Prozent sagen sogar, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren. Die Studie macht deutlich: Die Geduld der Jugend schwindet.
Über die Studie

Die Studie „Jugend und Corona in Deutschland: Die junge Generation am Ende ihrer Geduld“ wurde vom Jugendforscher Simon Schnetzer in Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Sozialforscher Klaus Hurrelmann auf Basis des respondi Panels durchgeführt. Mitte Mai wurden 14- bis 29-Jährigen quantitativ und in qualitativen Interviews befragt.
Zur Studie >>

Und auch bei den Erwachsenen hat die Pandemie ihre Spuren hinterlassen. So glauben 57 Prozent der Befragten der Studie „New Lives in a New World”, dass ihr Leben nicht mehr so wie vor der Pandemie werden wird. Auch ist der Wert der psychischen und physischen Gesundheit gestiegen. 39 Prozent der befragten Personen geben an, nun mehr auf ihre Gesundheit achten zu wollen, als vor der Corona-Krise.

Neben der eigenen Gesundheit rückt auch das Arbeitsleben in den Fokus der Menschen. Weltweit denken 34 Prozent der Probanden darüber nach, ihren Beruf zu wechseln. Und den Resturlaub für eine Urlaubsreise zu nutzen, wird immer wahrscheinlicher. 49 Prozent der Befragten, die mindestens einmal geimpft wurden, geben an, verreisen zu wollen, bei den Vollständig-Geimpften liegt der Wert sogar bei 61 Prozent.
Über die Studie

Im Rahmen des Global Customer Trend Reports „New Lives in a New World” wurden im Studienzeitraum von 11. bis 18. Mai 2021 11.000 Konsumenten in elf Ländern von Dynata befragt. 1.000 Befragte davon sind Personen in Deutschland.
Zur Studie >>

Diese Tendenz deckt sich mit den GfK-Daten, die zeigen, dass vor allem junge Konsumenten unter 30 Jahren Mehrausgaben für Gastronomie, Reisen, Veranstaltungen, Bekleidung und Beauty planen. Fast die Hälfte der Unter-30-Jährigen plant, künftig wieder mehr in Urlaubsreisen zu investieren.

Des Weiteren will über die Hälfte der 18-bis 29-Jährigen Geimpften mehr für Bekleidung, Schuhe und Accessoires auszugeben. Die Erholung für den Einzelhandel lässt dennoch auf sich warten: Aktuell gehen nur 18 Prozent der Befragten unabhängig vom bestehenden Impfschutz gerne im Einzelhandel einkaufen. Grund hierfür sind unklare Regelungen, sowie die Einschränkungen durch Click & Meet.
Über die Studien
GfK Covid-19 Barometer: GfK befragt wöchentlich mindestens 1.000 Verbraucher mit GfK eBUS, wie sich ihr Einkaufsverhalten vor dem Hintergrund der Corona-Lockerungen in den nächsten Monaten voraussichtlich verändern wird. Die hier zitierten Daten wurden in der 23. Kalenderwoche 2021 erhoben.

Mit dem GfK eBUS werden wöchentlich 1.000 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren befragt. Die Befragung zum Ausgabeverhalten von geimpften und nicht geimpften Konsumenten und -innen wurde in der 22. Kalenderwoche 2021 durchgeführt.  
Zu den Ergebnissen >>

Um die Innenstädte wieder gut besucht zu sehen, müssen noch mehr Menschen geimpft werden. Gelszus rmm und IfaD haben im Online Access Panel von respondi nun eine Conjoint-Studie zum Thema COVID-19 Impfung durchgeführt. Sie stellten sich die Frage: Angenommen, es bestände die freie Wahl zwischen Impfstoffen – welches Impfstoff-Angebot würden Personen mit Impfinteresse wählen und von welchen Merkmalen ist ihre Entscheidung abhängig? Die Tendenz geht hier ganz klar in Richtung der mRNA-Impfstoffe (Moderna sowie BioNTech/Pfizer); allerdings gibt es durchaus weitere wichtige Faktoren bei der Wahl eines Impfstoff-Angebotes eine Rolle spielen.

Aus Sicht der Befragten haben ‚seltene Nebenwirkungen‘ den größten Anteil (27,3 Prozent)  an der Entscheidung (für oder gegen ein bestimmtes Impf-Angebot), sich mit einem bestimmten Impfstoff impfen zu lassen, gefolgt von einer hohen Schutzwirkung (18,2 Prozent). Eine zutreffende Altersempfehlung der ständigen Impfkommission trägt immerhin noch 15,1 Prozent zur Entscheidungsfindung bezüglich eines Impf-Angebotes bei. Der Impfstoff-Typ spielt lediglich mit einem Gewicht von 9,1 Prozent eine Rolle bei der Entscheidung.
Über die Studie

Mittels einer Online-Befragung (CAWI) im Access-Panel von respondi haben Gelszus rmm und IfaD eine Conjoint-Studie zum Thema COVID-19-Impfung durchgeführt. Im Zeitraum vom 11. bis zum 14. Juni 2021 wurden 750 Personen zwischen 18 und 74 Jahren, die in Deutschland leben und eine Impfung nicht ablehnen, befragt. Die Conjoint-Studie auf Basis eines Choice-Based-Conjoints (CBC) hat den Studienteilnehmer und -innen dabei Impfstoff-Angebote zur Wahl gestellt, welche sich aus den Eigenschaften der aktuell zugelassenen Vakzine zusammensetzen.
Studie im Download >>

    Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
    stats