Akquisition

SurveyMonkey kauft Customer-Experience-Spezialisten

© SurveyMonkey
Lange waren sie unabhängig voneinander Partner auf der Plattform Salesforce AppExchange, nun machen sie gemeinsame Sachen: Der amerikanische Umfragesoftware-Anbieter SurveyMonkey kauft die Customer-Experience-Management-Firma GetFeedback. 68 Millionen US-Dollar soll SurveyMonkey für den CX-Spezialisten zahlen.
Beide Unternehmen sind schon seit längerem auf dem Online-Marktplatz Salesforce AppExchange vertreten – einer Plattform, auf der Salesforce-Mitglieder Apps kreieren und teilen können. GetFeedback, das von zwei ehemaligen Salesforce-Führungskräften gegründet wurde, kombiniert Feedback-Daten mit Salesforce-Kundendaten. Zu den Kunden zählen rund 10.000 Firmen. GetFeedback ermöglicht das Erstellen von Umfragen und bietet durch seine Integration in Salesforce ein stets aktives Feedback-Programm. So können Unternehmen beispielsweise Umfragen basierend auf Salesforce-Aktivitäten erstellen.


Ein gemeinsamer Wettbewerbsvorteil von SurveyMonkey und GetFeedback sind laut einer Pressemitteilung die Faktoren Benutzerfreundlichkeit und Time-to-Value. „SurveyMonkeys fundiertes Fachwissen in den Bereichen Feedback-Erfassung und -Analyse kombiniert mit den umfangreichen Funktionen von GetFeedback zur Integration von Feedback in das Salesforce-Ökosystem wird es uns ermöglichen, die führende Customer Experience-Lösung für unsere Kunden zu sein“, sagt Zander Lurie, CEO von SurveyMonkey.

Der Deal soll im dritten Quartal 2019 abgeschlossen werden. Es wird erwartet, dass das Umsatzwachstum für das Gesamtjahr dank des Zukaufs ansteigt, die operative Marge sowie der ungedeckte freie Cashflow für das dritte Quartal 2019 und das Gesamtjahr 2019 aber etwas verwässert.


Erst kürzlich stellte SurveyMonkey die Bilanz des zweiten Quartals 2019 vor, in dem das Unternehmen einen Umsatz von plus 20 Prozent verzeichnete. Dieser stieg damit auf 75,1 Mio. US-Dollar. Bei den zahlenden Nutzern konnte ein Anstieg von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um drei Prozent zum ersten Quartal 2019 verzeichnet werden. Auch der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer hat sich positiv entwickelt: Dieser lag im Vorjahr bei 410 Dollar, jetzt liegt er bei 442 Dollar. Der Nettoverlust hingegen stieg auf 18,48 Millionen Dollar, obwohl das bereinigte EBITDA mit 10,3 Millionen Dollar positiv ausfiel. SurveyMonkey passte den erwarteten Umsatz für das gesamte Jahr 2019 leicht nach oben an; dieser lag im Juli bei 302 bis 306 Millionen Dollar.
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