Initiative Markt- und Sozialforschung

Neues Gesicht für die Branche

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Jan Switalla
© IMSF
Jan Switalla
Die Initiative Markt- und Sozialforschung (IMSF), die das Image der Branche in der Bevölkerung aufpolieren soll, wird wieder aktiviert. Neuer Referent, Jan Switalla, setzt auf soziale Medien. Sebastian Götte und Bernd Wachter übernehmen den Vorstand.

Mit neuer Webseite und frischem Wind durch einen jungen Referenten für Kommunikation und Digitalisierung will die Initiative für Markt- und Sozialforschung neu durchstarten. Jan Switalla setzt dabei vor allem auf soziale Medien, will Influenzer und Journalisten einbinden, um der Branche ein neues Gesicht nach außen zu geben.



Die Teilnahmebereitschaft bei Umfragen ist gering und die Meinung der Bevölkerung zu Befragungen ebenfalls. Das ist lange bekannt. So war die Initiative vor neun Jahren gestartet, das Image der Markt- und Sozialforschung aufzupolieren. Unter anderem mit Aktionen in Fußgängerzonen wurde versucht, Menschen auf der Straße aufzuklären, welchen Sinn Umfragen haben, dass sie anonym sind und woran seriöse Befragungen zu erkennen sind. Das Ziel der Initiative istalso die Gesamtbevölkerung zu überzeugen oder zumindest zu informieren. Ein großes Vorhaben.

Im Juni 2019 gab dann der BVM auf seiner Mitgliederversammlung  bekannt, dass er die Initiative nicht mehr finanziell unterstützen wolle, die DGOF hatte sich ebenfalls zu einem Rückzug entschlossen (planung&analyse berichtete). Damit fiel die Initiative erstmal in einen Dornröschenschlaf aus dem sie jetzt wiedererweckt werden soll. Durch die jetzt avisierten Vorhaben sollen vor allem junge Menschen bis 30 Jahre über sämtliche Social Media erreicht werden, etwa mit Infografiken zu interessanten Ergebnissen aus Studien von Mitgliedsunternehmen. Eine umfassende Werbekampagne sei nicht geplant, dafür reiche das Geld nicht. Sebastian Götte, Vorstand im ADM und in der IMSF, erläutert: „Wir haben ein Resümee der bisherigen Arbeit gezogen und festgestellt, dass der ursprüngliche Ansatz zu groß gewesen ist. Dies lag vor allem daran, dass die dafür notwendigen Finanzmittel bei Weitem nicht akquiriert werden konnten.“ Deshalb soll es jetzt eine Nummer kleiner weitergehen. Finanzielle Unterstützer der Initiative sind jetzt noch der ADM, die ASI sowie zahlreiche Förderinstitute.


Am vergangenen Donnerstag fand in Köln die Mitgliederversammlung der Initiative Markt- und Sozialforschung statt. Nachdem Raimund Wildner sein Amt als Vorstand der IMSF niedergelegt hatte, wurde nun Sebastian Götte einstimmig als neuer Vorstand für die IMSF gewählt. ADM-Vorstand Bernd Wachter bleibt ebenfalls im Vorstand.

Neben den Aktivitäten in sozialen Medien soll die Webseite laut Götte das „Gesicht der Branche“ gegenüber den Bürgern darstellen und Anlaufpunkt für Interessierte und Journalisten werden. Diese sei bereits heute „kompetente Anlaufstelle der Bevölkerung für jährlich hunderttausende Anfragen rund um das Thema Markt- und Sozialforschung“.

Aufgrund des niedrigen Budgets wird es ebenfalls nicht gelingen eine erneute Nullmessung zum Image der Branche in der Bevölkerung durchzuführen, um dann eine Veränderung festzustellen. Dies sei aber auch nicht nötig, da keine umfassende Einstellungs- und Verhaltensänderung der Bevölkerung angestrebt werde, so Götte. Der neue Referent Jan Switalla werde sich auf die neue Corporate Identity und die Webseite sowie die Aktivitäten in sozialen Medien konzentrieren will. Die Webseite soll voraussichtlich Anfang des zweiten Quartals relauncht werden.

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