Wie geht es weiter bei WPP?

Kantar bündelt Know how für Datenanalyse

Kantar Analytics Practice entsteht
© Pixabay
Kantar Analytics Practice entsteht
Nach dem Rücktritt von Sir Martin Sorrell und Spekulationen über den Verbleib des Marktforschungs-Arms im WPP-Konzern sowie eher bescheidenen Quartalszahlen, veröffentlicht Kantar die Reorganisation seiner weltweiten Analysepraxis.

Gegründet wurde Kantar Analytics Practice, ein globales Netzwerk mit über 1500 Datenwissenschaftlern. Hier sollen Kundendaten sowie eine Palette von Daten von Drittanbietern miteinander verbunden werden, um ein tiefgreifendes Verständnis der Verbraucher mit einem umfassenden Analyse-Toolkit zu ermöglichen, heißt es in einer Mitteilung von Kantar. In fünf Bereichen fühlt sich das Netzwerk besonders kompetent: die Maximierung des Marken- und Medien-ROI, Kundenanalytik, um den Wert jeder einzelnen Kundenbeziehung zu maximieren, Segmentierung und Aktivierung der Konsumenten, Innovationen finden sowie Retail- und Shopper-Analytics.



Laut dem Online-Dienst Research Live wird Gonzalo Fuentes die Organisationseinheit leiten und weiterhin als Chief Corporate Development Officer für Kantar TNS und Kantar Millward Brown tätig sein. Er bleibt in Singapur und berichtet an Richard Ingleton, Global CEO Kantar Insights (TNS und Millward Brown).

Währenddessen spekuliert die Presse vor allem in UK weiterhin über ein Auseinanderbrechen des WPP-Konzerns. Eric Salama, CEO Kantar, soll laut der „Times“ nach Geldgebern suchen, die ein Management Buyout unterstützen. Die „Financial Times“ berichtete, dass die Private-Equity-Firma CVC Capital Partners über den Kauf von Kantar diskutiert habe. Ein Verkauf von Kantar könnte WPP schätzungsweise 3,5 Milliarden Pfund einbringen, heißt es in der Presse. Allerdings haben Mark Read und Andrew Scott, die derzeit das Unternehmen leiten, während ein neuer CEO gefunden wird, gesagt, dass sie WPP intakt halten wollen.


Der erste WPP-Finanzbericht ohne Martin Sorrell wurde Ende April veröffentlicht. Danach hat der Werbe- und Medienkonzern im ersten Quartal 2018 beim Umsatz von 3,5 Milliarden Great Britain Pound (GBP) um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebüßt. Das Segment Data Investment Management steht dabei für einen Umsatz von 596 Millionen GBP, was einen Rückgang von 6,9 Prozent bedeutet.

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