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Wem gehört die GfK jetzt?

Der Abschluss der Transaktion steht nun nichts mehr im Weg. Der KKR-Ableger hat die erforderlichen Anteile gekauft, die EU-Kommission hat den Deal ebenfalls abgenickt. Ein Squeezeout wird derzeit nicht gelingen. Weitere gut 14 Prozent im Streubesitz. Abschluss der Transaktion noch im März 2017 erwartet.
Am Aschermittwoch war alles vorbei. Die Frist für Aktionäre, die noch ihre GfK-Anteile an die KKR verkaufen wollten, war abgelaufen. „Alle Vollzugsbedingungen eingetreten“ meldete KKR in der Nacht zum Samstag.

Die zweiwöchige Nachfrist haben wenige Inhaber der Aktien genutzt. Lediglich 0,01 Prozent oder 2470 Aktien wurden dem Investor noch angedient. Kein Wunder - der Preis für die Anteilsscheine lag in den vergangenen beiden Wochen zum Teil über 50 Euro. Die Acceleratio Capital NV, ein von KKR extra für dieses Geschäft gegründete Holding, hatte den Aktionären 43,50 Euro angeboten.



Gegenüber planung&analyse hat Prof. Raimund Wildner die Pläne des GfK Vereins beschrieben. >> Hier lesen

Nach Ablauf der „Weiteren Annahmefrist“ konnte KKR also rund 7 Millionen Aktien, oder 19,33 Prozent des Grundkapitals unter dem Dach der Holding versammeln.


Während der Kaufphase hatten die im Besitz des Computerunternehmers Michael Dell befindliche Investmentfonds MSD Capital Schlagzeilen gemacht, da ihnen gelungen war 10,07 Prozent der GfK-Anteile  zu erwerben. Jetzt gelang es KKR einen Teil der Anteile der MSD-Fonds außerbörslich zu erwerben. Ein anderer Teil verbleibt in einer Zwischengesellschaft, die wiederum Geschäftsanteile an Acceleratio hält. Via Acceleratio hält die MSD also Anteile an der GfK. Ende März wird diese Vereinbarung vollzogen, dann kann KKR über 29,4 Prozent der Anteile verfügen.

Gemeinsam mit dem GfK-Verein, der 56,46 Prozent der Anteile hält, sind also über drei Viertel der Anteile verteilt. Zuwenig für ein Sqeezeout aber genug, um den Gesellschaftervertrag, der gemeinsam mit dem GfK Verein abgeschlossen wurde, zu erfüllen. Die Europäische Kommission hat vergangenen Donnerstag „die gemeinsame Kontrolle des globalen Marktforschungsunternehmens GfK durch KKR und den Nürnberger GfK Verein genehmigt". Als nächste Schritte können die beiden Partner das Steering-Komitee bilden, das künftig die Geschicke des Marktforschers bestimmen soll. 14,15 Prozent der Anteile sind noch in Streubesitz. (hed)
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