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WPP wächst stark, aber nicht mit Marktforschung

WPP veröffentlicht die vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2016. Es war ein weiteres Jahr mit Rekordzahlen. Die Marktforschungssparte ist nach wie vor die schwächste im Konzern. Kann aber bei der Profitabilität zulegen.

Der Umsatz des WPP-Konzerns stieg um 17,6 Prozent auf 14,39 Milliarden Great Britain Pound (GBP). Unter konstanten Wechselkursen liegt der Anstieg bei 7,2 Prozent. Das organische Wachstum wird mit 3 Prozent angegeben. Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,5 Milliarden GBP mit einem Anstieg um 20,6 Prozent bzw. mit 7,2 Prozent unter konstanten Wechselkursbedingungen. Dabei war das zweite Halbjahr erfolgreicher.



Im Sektor Data Investment Management (DIM), also dem Marktforschungsbereich der WPP Group, der mittlerweile weitestgehend an dem Präfix Kantar zu erkennen ist, sank der Umsatz auf vergleichbarer Basis (zu konstanten Wechselkursen und ohne Zukäufe) um 0,9 Prozent. Die anderen Sparten konnten in dieser strengen Betrachtung zulegen: der Bereich Werbung und Media Investment Management um 4,7 Prozent, der Bereich Public Relations und Public Affaires um 2,5 Prozent und der Bereich Brand and Identity, Healthcare and Specialist Communications um 3 Prozent.


Die Marktforschungssparte macht 18,5 Prozent des Gesamtkonzerns aus und war in der zweiten Jahreshälfte weniger erfolgreich. Der Nettoumsatz lag mit 1,9 Milliarden GBP unter konstanten Wechselkursen mit 3,2 Prozent im Plus.

Die reifen Märkte wurden als schwierig bezeichnet. Sie stehen zunehmend unter Druck heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Syndicated Research zeige weiterhin Resilienz und wachse auf vergleichbarer Basis um 1 Prozent, Custom Research hingegen, was immerhin die Hälfte des derzeitigen DIM-Umsatzes ausmache, sei rückläufig.

Die Bereiche Kantar Worldpanel, Kantar Health, Kantar Public, Kantar Retail und IMRB würden ein deutliches Wachstum zeigen, heißt es. Die Marge der Sparte lag bei 17,6 Prozent. Strenge Kostenkontrolle und die Rekonstruktion hätten bereits zu einer besseren Marge beigetragen.

Der WPP Konzern hat im vergangenen Jahr 56 Akquisitionen getätigt. Im Bereich DIM wurde in USA, Dänemark, Griechenland, Indien und Neuseeland zu gekauft. In den vergangenen beiden Monaten dieses Jahres wurden bereits zwei Übernahmen im Bereich DIM vorgenommen. (hed)


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