WPP Gender Pay Gap Report

Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern bestehen

   Artikel anhören
WPP veröffentlicht einen Bericht zum Gender Pay Gap im eigenen Konzern in UK
© WPP
WPP veröffentlicht einen Bericht zum Gender Pay Gap im eigenen Konzern in UK
Der Medien- und Werbekonzern WPP hat die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede im Konzern veröffentlicht. Allerdings nur für das Vereinigte Königreich. Der Bericht zeigt ein durchschnittliches Lohngefälle im Unternehmen von 25,5 Prozent. Bei den Marktforschern liegt es etwas niedriger.

Der WPP-Konzern folgt mit dieser Veröffentlichung einem Gesetz, nachdem alle Firmen mit Sitz in UK und mehr als 250 Mitarbeitern ihr Gender Gap einmal im Jahr ermitteln müssen. WPP hat sich dazu entschieden, neben der gesetzlich vorgeschriebenen Berichterstattung auch die konsolidierten Daten aller operativen Gesellschaften zu veröffentlichen. Ein geschlechtsspezifisches Lohngefälle ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Durchschnittsverdienst aller Männer und Frauen in einem Jahr in der Organisation. Zusätzlich gibt der Konzern den Median innerhalb der Gruppe an. Dieser liege bei 14,6 Prozent.



In der Übersicht aller Unternehmen, die in UK zu WPP gehören, schneiden die aufgelisteten Marktforscher bezüglich des Gender Pay Gap unterschiedlich ab. Bei Kantar Media Ltd. liegt das durchschnittliche Lohngefälle bei 3,5 Prozent und bei Millward Brown UK Limited bei 9,6 Prozent. Bei Kantar UK Limited (zuvor TNS UK) liegt es allerdings mit 33,3 Prozent über dem Konzernschnitt.

14.000 Mitarbeiter hat WPP in Großbritannien und davon sind 49 Prozent Frauen. Auf dem gut bezahlten Senior Executive Level sind hingegen weniger Frauen tätig und dies sei auch die Ursache für das Gender Pay Gap, schreibt WPP in seinem Bericht. Der Unterschied bei den Boni – vor allem erfolgsabhängige Zahlungen und Aktienanteile –, die vor allem an Mitarbeiter mit langen Dienstjahren und in gehobenen Positionen bezahlt werden, sei höher als beim normalen Gehalt. Diese Positionen seien häufiger von Männern als von Frauen besetzt sind. Dies spiegele die die Situation in der Marketing-Dienstleistungsbranche in UK wider, heißt es in dem Bericht. Nach Angaben des Institute of Practitioners in Advertising werden nur 30,9 Prozent der C-Rollen in Großbritannien von Frauen besetzt.


WPP verfolge eine Philosophie der leistungsgerechten Vergütung, heißt es weiter. „Unsere Herausforderung ist es, dafür zu sorgen, dass mehr Frauen die höchsten Führungsebenen in unseren Unternehmen erreichen“, so eine Forderung in der Mitteilung zum Gender Pay Gap.

Der WPP-Bericht beschreibt die Investitionen der Gruppe in eine Reihe von Programmen, die darauf abzielen, die Entwicklung weiblicher Führungskräfte zu fördern und zu beschleunigen. Bei Kantar gebe es etwa seit 2014 ein solches Programm mit dem Ziel "den Schlüssel zur Überwindung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles" zu finden.
Der vollständige Report

 

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
stats