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Viele Numbercruncher bilden Supercrunch

Norbert Wirth
Norbert Wirth
Eine neue eigenständige GfK-Einheit soll den Kunden schnell und kosteneffektiv zentrale Marketingfragen lösen. Das Angebot umfasst agile Marketingtools und automatisierte, benutzerdefinierte Analysen sowie Beratung. planung&analyse sprach mit Norbert Wirth, bisher Global Head of Data and Science bei GfK, der die neue Unit leitet.

p&a: Wie kommt man auf so einen Namen – Supercrunch?
Norbert Wirth: Es geht bei Supercrunch im Kern darum, dass wir Data-Science ganz vorne auf die Bühne stellen. Wir sind stolz auf eine Wahnsinns-Nerd-Truppe mit ausgezeichneten Analysten und Data-Scientists. Solche Leute nennen sich gerne selber liebevoll Numbercruncher. Deshalb sagen wir, wir sind Supercrunch. Das ist nicht nur eine Phrase oder ein lustiges Kunstwort, sondern wir meinen das ernst.

Supercrunch ist eine komplett neue Einheit der GfK? Was ist mit dem Data Lab rund um Ralf Wirth?
Die meisten Leute sitzen in Nürnberg im schon bestehenden Data Lab. Zurzeit haben wir 35 Spezialisten mit 12 Nationalitäten. Wir suchen aber weitere Data-Scientists und andere Mitarbeiter. Das ist ein internationales Geschäft und es macht irre Spaß.

Was ist der Unterschied zur bisherigen Arbeit der GfK? Warum brauch man so eine Unit?
Supercrunch hat nichts mit primärer Datengenerierung zu tun. Wir suchen für eine Fragestellung das geeignete Modell und dann die besten Daten, um die Frage beantworten zu können. Wir nutzen dafür verfügbare Daten, von der GfK oder von Kundenseite oder auch Open-Source-Daten. Das ist ein Unterschied zur klassischen Marktforschung. Für uns steht der Output der Analyse im Zentrum.



Der Kunde kommt also mit seinen Daten aus dem Data-Warehouse zu Ihnen und sucht nach neuen Auswertungsmethoden? Können Sie ein Beispiel nennen?
Ja, Kunden fragen beispielsweise, wie man aus den vorhandenen Daten die optimale Zielgruppe für eine Cross-Selling-Aktion identifizieren kann. Das sind klassische Customer Projekte. Wir gehen in den Markt, weil wir festgestellt haben, dass sich Kunden oft schwer tun, sich in dem Datendickicht, das sie in Silos angehäuft haben, zurechtzukommen. Wir entwickeln dann gemeinsam eine sinnvolle Fragestellung und identifizieren die nötigen Daten. Wir implementieren auch für den Kunden die Modelle, wenn er das möchte.


Da ist also auch viel, Beratung dabei?
Mit diesem Angebot gehen wir jetzt erst einmal an den Markt. Wir bauen aber auch an vorgefertigten Analytics-Produkte, etwa zur Preis- und Promotion-Opitmierung, die wir dann im Laufe des Jahres launchen werden.

Herr Wirth, vielen Dank für das Gespräch
Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
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