Umfrage zum Jahreswechsel 2017/2018

Erwachen aus dem Design Thinking Rausch

Wilhelm Kampik ist einer der Geschäftsführer und Gründer der GIM
GIM
Wilhelm Kampik ist einer der Geschäftsführer und Gründer der GIM
Wilhelm Kampik, Geschäftsführer der GIM, wünscht sich für das Jahr 2018 "weniger Buzz und mehr Substanz". Er plädiert für mehr Seriosität und gegen ein Verramschen der Zunft. Verabschieden möchte er sich von der selbst auferlegten Bescheidenheit. Auftraggeber sollten sich hingegen von der Vorstellung verabschieden, es würde immer bessere Forschungsqualität zu immer niedrigeren Preisen geben.


Was sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen und die wichtigsten Themen, die die Branche im Jahr 2018 beschäftigen werden?

Wenn es nach uns ginge würde das Motto für 2018 lauten: Weniger Buzz – dafür mehr Substanz in Branche! Wir sollten beispielsweise erwachen aus dem Design Thinking Rausch, sollten uns verabschieden von Marktforschung, die Ergebnisse erzielt, als sei sie am Stammtisch durchgeführt worden (Stichwort N=3). Wir plädieren für mehr Seriosität und gegen die Verramschung unserer Zunft!



Wovon wird sich die Branche verabschieden müssen?
Fragen wir lieber, wovon sie sich verabschieden sollte: Von dem Glauben, dass man mit einfachen Antworten und Ansätzen komplexe Fragen beantworten kann. Auch von der selbst auferlegten Bescheidenheit. Und der Angst, die nicht verhallenden Abgesänge auf die Marktforschung würden sich bewahrheiten! Vielleicht sollte sich der ein oder andere Auftraggeber auch von der Vorstellung verabschieden, es würde immer bessere Forschungsqualität zu immer niedrigeren Preisen gibt.


Was steht für Ihr Unternehmen im kommenden Jahr an?
Vieles. Ein Fokus wird dabei sein, unsere Erfolgsgeschichte im Bereich Data Experience und Advanced Analytics weiter zu schreiben: Die Analyse von Daten, ihre Integration und Visualisierung – in diesen Feldern werden wir unser Portfolio weiter ausbauen aufgrund der hohen Nachfrage unserer Kunden. Wir bauen hier unser Team hier weiter aus und werden dafür Verstärkung suchen. Wie sind Sie mit dem Jahr 2017 zufrieden? Was ist Ihnen besonders gut gelungen?
Wir verbinden das Jahr 2017 natürlich auch mit dem 30-jährigen Bestehen unseres Unternehmens. „Gut gelungen“ ist es uns demnach, uns vom reinen Anbieter von qualitativer Forschung zu einem Full-Service Anbieter zu entwickeln, der sich dauerhaft in den Top Ten der Institute mit Hauptsitz in Deutschland festgesetzt hat. Für uns ist das eine für unseren Markt beispiellose Erfolgsstory, die wir 2017 besonders gerne erzählt haben! 

Wie sieht die Marktforschung im Jahr 2030 aus?
Komplett anders und doch nicht anders! Es wird auf jeden Fall noch Menschen geben – die Vorstellung rein automatisierter Forschungsprozesse ist auch für die Zukunft Unsinn! Das Business wird nochmals schneller sein und ja, selbstredend: digitaler. Und doch wird es auch – wie heute und in der Vergangenheit – um die gleichen Grundfragen der Auftraggeber gehen. Und damit um relevante Ergebnisse, die sie weiterbringen. Bottom Line: Der Rahmen wird sich bei 2030 weiter ändern, aber der Kern unseres Business wird derselbe sein!
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