Schöttmer-Institut Rhein-Main

Mit einer neuen Forschungshaltung zum Erfolg

Lisa Neundorfer (Foto: Schöttmer Institut)
Lisa Neundorfer (Foto: Schöttmer Institut)
Das Schöttmer-Institut aus Hamburg hat letzte Woche bekanntgegeben, dass es in Wiesbaden nun ein neugegründetes Partnerinstitut gibt. Geschäftsführende Gesellschafterin ist Lisa Neundorfer. planung&analyse hat bei ihr nachgefragt.

Frau Neundorfer, 2015 haben Sie sich nach 15 Jahren in leitender Position bei IFAK als Research-Expertin für Zielgruppen, Marken und Neuproduktentwicklung zu einer Neuorientierung entschlossen.
Neundorfer: Ja, ich habe 2014 ein erstes Design Thinking-Seminar besucht und weitere wichtige Impulse aus der Lektüre des Buches „New Business Order“ gezogen. Ein beruflicher Change war die logische Folge.

Diesen konnten Sie 2015 beim Schöttmer-Institut Hamburg als Research Director starten. Bereits damals gab es den Plan, eine Niederlassung im Rhein-Main-Gebiet aufzubauen. Bis  Ende 2016 war diese zunächst als unselbständige Niederlassung gemeldet.
Ich selbst bin  im Taunus wohnhaft, wollte eine regional unabhängige und dennoch enge Kooperation mit einem renommierten inhabergeführten Institut, das gerade dabei war, eine neue Forschungshaltung zu etablieren. Dank moderner digitaler Kommunikations- und Management-Systeme arbeitet die Niederlassung Rhein-Main seither sehr eng mit dem Hamburger Stammteam zusammen.



Was bedeutet das „eine neue Forschungshaltung“? Wie unterscheidet sich ihr Ansatz?Kundenzentriert und iterativ – das beschreibt den geforderte Paradigmenwechsel neuer Innovationsmodelle. Dafür braucht man einen direkteren Zugang zu den Konsumenten, näher am Leben der Menschen und im Kontext von Trends und gesellschaftlichen Entwicklungen. Neue digitale Techniken (z.B. mobile Ethnographie und immersive Darstellungen (Virtual Reality) eröffnen uns neue Möglichkeiten, jenseits der Befragung Menschen ganz nah zu erleben, sie aus diesem Erleben heraus besser zu verstehen und valide Insights zu generieren. Wir haben diese Vorteile früh erkannt und neue Researchansätze für kundenzentrierte Geschäftsmodelle entwickelt.


Was verändert sich mit der Neugründung?
Die Schöttmer-Institut Rhein-Main GbR wurde im Januar 2017 von Hans und Susanne Schöttmer und mir gemeinsam gegründet, um einerseits unter dem Markendach des Schöttmer-Instituts gemeinsame Kompetenzen und Ressourcen zu teilen, zugleich aber auch ganz neue Wege zu beschreiten. Die von mir verantwortete neue Firma in Wiesbaden ist im neuen Gründerzentrum StartWerk-A stationiert und steht in engem Austausch mit der wachsenden Gründerszene im Rhein-Main-Gebiet. Das ist aus meiner Sicht die optimale Basis um unsere Ideen rund um innovative Forschungskonzepte weiterzuentwickeln. Die neue Firma ist bewusst vom Konzept schlank gehalten, um sich mit dem verändernden Bedarf an Research flexibel zu entwickeln. Wir meinen, das ist ein zukunftsweisendes Unternehmenskonzept.
(gw)

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
stats