Startups in der Marktforschung

Schnell, günstig, sexy – Startups in der Marktforschung

Schnell, günstig, sexy – Startups in der Marktforschung
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Schnell, günstig, sexy – Startups in der Marktforschung
Bislang hatte man bei Forschungsfragen häufig die unbequeme Wahl: Entweder quick and dirty oder hochwertig und langsam. Einige  Startups wollen das ändern und bieten neue Dienste an, die schneller,  effizienter und günstiger sind. Startups machen vieles anders und manches auch besser. Sie lassen einen Blick in die Zukunft der Marktforschung zu. In planung&analyse stellen wir Startups vor, die – ob sie  wollen oder nicht – zur Marktforschungs-Szene zu zählen sind.
„Das ist nicht sexy“ war der häufigste Satz in der Vorstellungsrunde der Startups während der GOR in Dresden. DGOF-Vorstand Otto Hellwig hatte sich fünf junge Männer eingeladen, die zur Startup-Szene der Marktforschung zählen. Die Männer kannten sich nicht, haben aber ähnliche Wege eingeschlagen und sind davon überzeugt, dass Marktforschung besser, schneller und günstiger – und sexier werden kann.

Die Idee zur Gründung kam aus unterschiedlichen Anlässen. Der Hamburger Jonathan Kurfess etwa hat nach einem dualen Studium bei Reemtsma in der Marketingabteilung gearbeitet. „Wir hatten häufig Fragen, konnten aber nicht schnell mit den Kunden in Kontakt kommen.“ Der Prozess, eine Marktforschung in Auftrag zu geben, habe viel zu lange gedauert. „In meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich mich dann mit einem Programmierer ein Dreivierteljahr in den Keller eingeschlossen.“ Heraus kam die Idee für die Umfrage-App Appinio.



So stellt man sich ein Startup vor: Keller oder Garage; lange Nächte und hohe Motivation bei wenig Einkommen. Dazu gehört dann auch das richtige Ambiente und „dass man auch mal in der Pause die NerveGun auspackt und sich durchs Büro jagt!“, berichtet Thomas Fandrich von Quantilope.


Wie findet man die passenden Leute für solche Unterfangen? Da sind sich die jungen Unternehmer einig: Es ist nicht einfach, beispielsweise Data-Scientists zu finden, die bei so jungen Unternehmen bereit sind mitzumachen. Da gehöre schon eine große Identifikation und Verliebtheit in das Produkt dazu. Das Wort Marktforschung sollte dabei im Vorstellungsgespräch tunlichst nicht fallen. Das sei nicht sexy genug. „Wir bekommen viele Bewerbungen. Was die Leute fasziniert ist, herauszufinden, was andere denken. Es ist ihnen nicht bewusst, dass das Marktforschung ist“, sagt Nico Jaspers von Dalia.

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