Safari-Browser iOS 11

Forscher beschweren sich bei Apple

Marktforscher beschweren sich bei Apple
Apple
Marktforscher beschweren sich bei Apple
In den USA und Kanada haben die beiden Organisationen The Insights Association und MRIA einen offenen Brief an Apple geschrieben, weil das neue Update des Safari-Browsers schwerwiegende und fast unüberwindbare Probleme für die Online-Marketing-Forschung und -Analytik darstelle.

Den offenen Brief haben Howard Fienberg, Director of Government Affairs der Insights Association, und Kara Mitchelmore, Chief Executive Officer von MRIA, an den Senior Vice President of Software Engineering bei Apple, Craig Federighi, geschickt. Darin wird beklagt, dass die neueste Version des Apple-Browsers Safari in seiner Grundeinstellung die Verwendung von Cookies blockiere.

Mit diesem Tool, genannt “Intelligent Tracking Prevention“, würde die Erfassung des Surfverhaltens von Nutzern und andere Website-Daten "willkürlich einschränken“. Damit werde verhindert, dass Online-Publikumsmessungen und die Erfassung von Nutzererfahrungen durchgeführt werden, obwohl dafür eine Zustimmung vorliege. Moderne Marken - einschließlich Apple - seien aber auf solche Trackings angewiesen.




Apple würde die "Unternehmen zwingen, blind zu fliegen, ohne Massnahmen messen und verifizieren zu können", und zudem den Safari-Nutzern die Möglichkeit nehmen, ihre Privatsphäre selbstbestimmt zu kontrollieren, heißt es in dem Brief. Stattdessen steuere der neue Browser die Kontrolle über willkürliche und undurchsichtige Algorithmen und Prozesse.


Die Autoren des Briefes drängen Apple, die Änderungen zu überdenken; und bieten eine Zusammenarbeit an, um alternative Ansätze zu identifizieren, die die Privatsphäre und Auswahl von Verbrauchern verbessern können, ohne die etablierten Online-Marktforschungs- und Analysepraktiken einzuschränken. 

Die Updates für alle Apple-Geräte werden seit Mitte September angeboten. Safari wird nach Angaben von StatCounter von 14,9 Prozent aller Internetnutzer genutzt. Neben den Marktforscher haben laut dem Guardian bereits sechs große Werbekonsortien einen offenen Brief an Apple geschrieben und ihre "tiefe Besorgnis" über die Umsetzung der Änderung zum Ausdruck gebracht. Auch sie bitten Apple "seinen Plan zu überdenken, ... das wertvolle digitale Werbe-Ökosystem nicht zu stören“.

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