Quartalszahlen II

Gracenote-Kauf zahlt sich für Nielsen aus

Mitch Barns CEO Nielsen
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Mitch Barns CEO Nielsen
Die Nielsen Holdings plc gibt die Ergebnisse für das dritte Quartal 2017 bekannt. Die Umsatzerlöse lagen bei 1,641 Milliarden US-Dollar und damit um 4,5 Prozent höher im Vergleich zum dritten Quartal 2016.

Im Segment Buy sanken die Umsätze um 0,7 Prozent zum Vergleichsmonat. Lediglich in den aufstrebenden Märkten erhöhten sich die Umsätze um 11,2 Prozent. Im Segment Watch stiegen die Umsätze hingegen um rund 10 Prozent, maßgeblich dafür ist der Erwerb von Gracenote im Februar 2017.



Gracenote besitzt eine Datenbank mit Informationen über auf dem Markt befindliche Audio-CDs (Interpreten, Titel, Tracklängen, Musikgenre), die über das Internet abgerufen werden können. 2013 hatte Sony seine Tochterfirma für 180 Millionen US-Dollar an die Tribune Company, unter anderem Besitzer der Los Angeles Times, verkauft. Im Dezember 2016 wurde die Veräußerung an Nielsen für 560 Millionen US-Dollar bekannt. So konnte die Messung von Video und Text durch die Übernahme den Umsatz um 16,9 Prozent steigen, ohne Gracenote hätte der Umsatzanstieg bei 5 Prozent gelegen.

Der Nettogewinn für das dritte Quartal 2017 erhöhte sich um 12,3 Prozent auf 146 Millionen US-Dollar, getrieben von Umsatzwachstum, Margenausweitung und niedrigeren Umstrukturierungskosten, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.


Mitch Barns, Vorstandsvorsitzender von Nielsen sprach von einem herausfordernden Umfeld und sagte zu den Ergebnissen: „Unser Watch-Geschäft erzielte ein breit gefächertes Wachstum, hervorgehoben durch ein starkes Quartal in der Zielgruppe Messung von Video- und Text- und Marketingeffektivität. In unserem Buy-Segment bleiben die Umsätze aufgrund des herausfordernden sich schnell bewegenden Konsumgüterumfelds in den USA gering. In den Schwellenländern verbessern sich jedoch das Wachstum und die Margen weiter ".

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