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Ohne Handy geht nichts mehr

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Das Handy als Medium zum Flirten, zum Beenden von Beziehungen, als Gerät zum Musikhören, für die Internet-Nutzung, kurz, als zentrales Mittel zur Gestaltung unseres Alltags und unserer zwischenmenschlichen Beziehungen – das ist keinesfalls Zukunftsmusik, sondern heute schon Realität. Drei Viertel aller Handynutzer weltweit verlassen ihr Haus nicht ohne ihr Mobiltelefon, insbesondere Handynutzer aus Russland (92%) und Singapur (89%). Mehr als ein Drittel (36%) insgesamt geben sogar an, dass sie ohne ihr Handy nicht leben könnten – auch hier liegen asiatische Länder vorne. Grundsätzlich stellt die Handhabung von Multifunktionsgeräten für Handynutzer kein Problem dar. 61% aller Befragten gaben an, die meisten Funktionen ihres Mobiltelefons bedienen zu können. Neben den Grundfunktionen wie Telefonieren und SMS-Verschicken werden vor allem der Wecker (67%), die Kamera (62%) und diverse Spiele (33%) regelmäßig auf dem Handy genutzt. Die Möglichkeit, über das Handy fernzusehen, hat weltweit gesehen noch einen sehr geringen Nutzungswert (5% insgesamt). Interessant sind die kulturellen Unterschiede. So werden auf den Philippinen und in Malaysia besonders häufig Unterhaltungsfunktionen wie Spiele, Musik-Download oder Musikhören genutzt. In diesen Ländern werden auch verstärkt Video Clips über das Handy angesehen, was hier sicherlich auch an der mangelnden Ausstattung der Haushalte mit Computern und Internet-Zugang liegen dürfte. UK und die USA führen dagegen bei der regelmäßigen Nutzung von Funktionen, die einen 3G Standard erfordern, wie E-Mailing, Internet und z.T. Social Networking. Und welche weiteren Funktionen wünschen sich Handynutzer? Praktisch jeder fünfte Befragte (22%) ist gerade glücklich so wie es ist und kann sich keine zusätzliche Funktion vorstellen. Alles wunderbar also? Keinesfalls, denn eine ebenso große Gruppe wünscht sich eine bessere Kamera-Qualität (21%), gefolgt von mehr Speicherkapazität (17%). Und wie war das jetzt mit den zwischenmenschlichen Beziehungen? Auch hier zeigt die Studie Aufschlussreiches: Das Handy als Medium wird immer häufiger zur Kontaktaufnahme eingesetzt: zum Flirten mit einem anderen als dem eigenen Partner (15%), zum Vereinbaren eines ersten Treffens (20%), zum Beenden einer Beziehung (12%) oder einfach nur zum „Nein-Sagen“ oder Übermitteln einer unangenehmen Nachricht (35%). Dies sind Ergebnisse einer internationalen Erhebung von Synovate im Juni 2009 bei mehr als 8.000 Handybesitzern in 11 Ländern in Nordamerika, Europa, Russland und dem südasiatischen Raum.


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