GfK/KKR

Der Deal ist gelungen

Am Samstagmorgen bestätigt die mit KKR in Verbindung stehende Acceleratio Capital NV die Übernahme von mindestens 18,54 Prozent der Aktien der GfK SE. Damit sind die Angebotsbedingungen eingetreten und KKR kann gemeinsam mit dem GfK Verein 75 Prozent der Aktien auf sich vereinigen. Weitere Investoren sortieren sich noch.

Bis zum Ende der Frist, an Freitag um Mitternacht, haben sich doch noch die gewünschten 18,54 Prozent der Aktien bei der mit KKR in Verbindung stehenden Acceleratio Capital NV eingefunden. Den genauen Stand teilt das Unternehmen morgen mit.



Neue Investoren haben die geplante Teilübernahme des Marktforschers GfK zu einer Zitterpartie gemacht. Der Unternehmer Michael Dell hatte in mehreren Tranchen und über mehrere Fonds hinweg 10,07 Prozent der Anteile zusammengekauft. Neben Dell hat auch der britische Fonds PrimeStone Capital in den vergangenen Tagen 5 Prozent der Aktien gekauft. Heute kam noch eine weitere Mitteilung über einen 10prozentigen Anteil der BNY Mellon Service Kapitalanlage-Gesellschaft mbH. Allerdings sind davon 5 Prozent bereits der KKR angedient. Die Aktien sind momentan im Fluß. Der heutige Kurs(13 Uhr) liegt mit 46,15 Euro über dem Kaufpreis der KKR von 43,50 Euro.


Die Beweggründe von Dell und PrimeStone sind nicht bekannt. Man vermutet es geht um Spekualtionsgewinne. Doch der Deal zwischen dem GfK Verin und KKR konnte dadurch nicht verhindert werden. Der Investor KKR hat nun gemeinsam mit dem Haupteigner GfK Verein 75 Prozent der Aktien in Besitz. Der gemeinsam geschlossene Vertrag, dessen Einzelheiten nicht bekannt sind, kann also in Kraft treten und KKR wird künftig über die Ausrichtung der GfK mitreden (wir berichteten).
Für die Aktionäre, die bislang das Angebot nicht angenommen haben, besteht nun noch eine Nachfrist von zwei Wochen in der noch Aktien dem Investor zu den angebotenen Bedingungen angedient werden können.

Der Vertrag steht lediglich unter Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigaben der Europäischen Kommission und der Ukraine.

Welche Pläne der GfK Verein mit der GfK SE hat, erläutert deren Geschäftsführer Prof. Raimund Wildner im Gespräch mit planung&analyse in Heft 1/2017 (erscheint am 16.2.).(hed)
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