GfK

Squeeze-Out angekündigt

Die verbliebenen Aktionäre des Marktforschers GfK sollen nun wie erwartet ihre Anteile zwangsweise an den KKR-Ableger Acceleratio abgeben. Dies soll die Hauptversammlung auf Antrag der Eigner beschließen.
 

Die Acceleratio Capital N.V. und der GfK-Verein teilten mit, dass sie nach Vollzug des Übernahmeangebots zusammen 75,786 Prozent der Aktien der GfK SE besitzen. Darüberhinaus wurden Verträge über den Erwerb von weiteren 20,877 Prozent der Aktien abgeschlossen. Diese werden Ende März rechtskräftig und dann befinden sich 96,663 Prozent des Grundkapitals der GfK in den Händen von GfK Verein und Acceleratio, die nun bereits zusammen auftreten.

Die verbliebenen 3,337 Prozent der Aktionäre sollen nun zwangsweise abgefunden werden. Dieser sogenannte Squeeze-Out kann laut Aktiengesetz vorgenommen werden wenn ein Aktionär, oder gemeinsam agierende Aktionäre mehr als 95 Prozent der Aktien im Besitz haben. Die genauen Bedingungen sind noch unklar. Der Squeeze-Out muss von der Hauptversammlung beschlossen werden, für die noch kein Termin veröffentlicht wurde. Noch können die verbliebenen Aktionäre ihre Anteilsscheine an der Börse handeln. Allerdings ist der Kurs, der am 23. Februar auf seinem Höchststand von 51,90 Euro gewesen ist, zwischenzeitlich wieder auf 49 Euro gesunken.

Da der Streubesitz des Marktforschers so niedrig ist, war der Titel bereits am vergangenen Wochenende (planung&analyse berichtete) aus dem SDAX, dem Aktienindex kleinerer börsennotierter Unternehmen, ausgeschieden. Ein neuer Vorstandsvorsitzender wurde mit Peter Feld ebenfalls benannt, nun kann das Unternehmen die Weichen für eine Neustrukturierung stellen. (hed)

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