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GOR verbindet Forschung mit Praxis - seit 20 Jahren

Holger Lütters, Michael Schiessl, Florian Bauer, Bernard Batinic, Horst Müller Peters (v.l.n.r.) Foto: pua
Holger Lütters, Michael Schiessl, Florian Bauer, Bernard Batinic, Horst Müller Peters (v.l.n.r.) Foto: pua
20 Jahre GOR, 20 Jahre Online Marktforschung. Das Ziel dieser Veranstaltung, akademische Forschung und Praxis zusammenzubringen wurde am 2. Tag an der HTW in Berlin mit einer Podiumsdiskussion sowie einer Keynote noch einmal auf den Punkt gebracht.
Bernad Batinic, ein Mann der ersten Stunde der Online-Marktforschung packte noch einmal die alten Geschichten heraus. Wie war das damals Mitte der 90er Jahre nochmal? Wer waren damals die Pioniere, die lange bevor klar war, dass „dieses Internet“ ein Erfolg wird, überlegt haben, wie sie Tools für die Online-Marktforschung nutzen könnten? Da fallen Namen wie Andera Gadeib, Andre Hahn, Michael Bosnjak, Ulf Reips, Nicola Döring, Sonja Utz, Lorenz Gräf und Jens Winicker...

Welche Themen und Probleme stellten sich damals den Forschern? Es war vor allem das Internet als Research-Tool, ein großes Thema. Vor allem für die Öffentlichkeit aber auch schon Internet Addiction.
Repräsentativität ist bis heute ein Dauerbrenner bei den Themen. „Es war vor allem ein Movement“, berichtet Batinic, der mittlerweile den Lehrstuhl für Psychologie an der Johannes Kepler Universität Linz hält, eine Bewegung, von denjenigen, denen am Fortkommen dieser Methoden viel lag.

Das erste Treffen aller Deutschen, die sich mit den Anfänger der Onlineforschung beschäftigten, ist in wenigen Wochen realisiert worden. 1997 fand die erste GOR in Köln statt und von da an jedes Jahr. Kurz danach wurde dann auch die DGOF gegründet. 2007 in der Schweiz wurde klar, dass die Veranstaltung komplett in englischer Sprache stattfinden sollte, um kein Sprachbarriere aufzubauen. So wurde die German Online Research zur General Online Research. Heute spricht kaum noch niemand der Onlineforschung seine Berechtigung ab, jedenfalls nicht auf der GOR.

Das zweite große Thema der DGOF, die Verknüpfung von Forschung an der Hochschule und Anwendung in der Wirtschaft wurde durch eine Podiumsdiskussion repräsentiert. Es diskutierten neben Batinic, Holger Lütters, Prof für Marketing an der HTW in Berlin mit Michael Schiessl von Eyesquare und Florian Bauer von Vocatus.

Kooperation zwischen Hochschule und Wirtschaft scheinen der wichtigste Aspekt zu sein. „Wenn wir an modernen Themen arbeiten wollen, brauchen wir Unterstützung aus der Praxis“, sagt Lütters. Eyesquare und Vocatus arbeiten beide mit Uni-Instituten zusammen und sehen die Vorteile. „In der Essenz ist unsere Dienstleistung, dass wir wissenschaftliche Erkenntnisse für die Anwendung aufbereiten“, sagt Schiessl. Die Betreuung von Masterarbeiten und die Einigung über die Ansprüche sind aber auch mit manchen Hürden verbunden.

Im kommenden Jahr kann wiederum auf der GOR diskutiert werden. Dann wie im Gründungsjahr wieder in Köln. (hed)

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