Eyetracking-Studie

Surfer lässt der "Gefällt mir"-Button kalt

Der "Gefällt mir"-Button lässt Websurfer kalt
© Pixaay
Der "Gefällt mir"-Button lässt Websurfer kalt
Likes und Bewertungen auf Webseiten werden nur etwa in einem Drittel der Webseitenbesuche überhaupt wahrgenommen. Das zeigt das Start-up Eyevido in einer Studie, die gemeinsam mit der eMBIS Akademie für Online Marketing durchgeführt wurde.
Social-Media-Bewertungen werden von den Unternehmen häufig auf Webseiten eingebunden. Dass zahlreiche Besucher den Button bereits angeklickt haben, soll andere Besucher animieren dies ebenfalls zu tun. Doch der Hinweis auf das Social-Media-Feedback lässt die meisten Surfer kalt. Viele Webseitenbesucher nehmen es nicht wahr und lassen sich nicht positiv davon beeinflussen. Dies zeigt eine jetzt veröffentlichte Eyetracking-Studie vom Startup Eyevido und der eMBIS Akademie für Online Marketing. Mit Eyetracking wird erfasst und ausgewertet, wohin Personen auf Webseiten schauen.

Mit Hilfe dieser Technologie wurde in der Studie mit 20 Personen gezeigt, dass etwa in 30 Prozent der Webseiten-Besuche Likes und Bewertungen aus Social-Media-Portalen wie Facebook oder TripAdvisor nicht betrachteten. Bei weiteren 30 Prozent der betrachteten Webseiten wurden diese Inhalte nicht bewusst wahrgenommen und die Probanden konnten sich später nicht erinnern, ob es Social-Media-Bewertungen auf einer zuvor betrachteten Seite gab oder nicht. Die Studie zeigt außerdem, dass die auf den Webseiten dargestellten Angebote und Dienstleistungen von den Studienteilnehmern nicht positiver bewertet wurden, wenn Bewertungen eingeblendet wurden. Nur weil Facebook-Likes auf einer Restaurant-Webseiten eingebunden waren, wollten die Teilnehmer also nicht lieber dort essen gehen.

In der Studie haben die Teilnehmer die Startseiten von acht unterschiedlichen Webseiten betrachtet, während ihre Blickdaten aufgezeichnet wurden. Die Aufgabe war es jeweils zu erfassen, was das Unternehmen anbietet und was es auszeichnet. Nach der Betrachtung der Seite sollten die Probanden einschätzen, wie gerne sie das Angebot auf den Webseiten wahrnehmen würden.

Die Unternehmen kamen aus unterschiedlichen Bereichen. Restaurants, Dienstleister, ein Café, ein Zoo und ein Logistikunternehmen. Auf jeder der Seiten waren Social-Media-Inhalte eingebunden, die entweder von Facebook oder TripAdvisor stammten. 

Der Begriff Banner-Blindness beschreibt den Effekt, dass Werbeanzeigen auf Webseiten von Betrachtern nicht beachtet werden. In Anlehnung an diesen Begriff zeigt die vorliegende Studie den Effekt der Social-Media-Blindness. 

Die gesamte Studie ist online zu finden.


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