Editorial

Von Aldi lernen

Aldis erster deutscher TV-Spot
© p&a
Aldis erster deutscher TV-Spot
Vorbei die Zeiten, als man bei Aldi über leere Kartons stolperte, als der Einkauf dort nicht schön, aber billig war, als der Laden lediglich zum Abarbeiten der Einkaufsliste diente - Kartoffeln, Milch, Klopapier -, zur Inspiration jedoch ging man nebenan zum Supermarkt.
Diese Zeiten sind längst vorbei. Selbst Aldi Nord, der große, aber etwas spröde Bruder, wird nun emotional aufgeladen. In Herten und Gladbeck zeigt der Discounter, wie Einkaufen in hellen, freundlichen Läden aussehen kann: Man betont die Frische, nimmt den Verbraucher in Sachen gutes Essen ernst – und drängt den Preis als vorrangiges Einkaufsargument zurück. 

Dieser Paradigmenwechsel kommt nicht von ungefähr. Aldi hat die Konsumenten befragt, hat Marktforschung betrieben. In gewohntem Understatement sagten die Manager den Kollegen der Lebensmittel Zeitung, sie hätten sich „Tipps beim Kunden geholt“. Wir wissen, es gibt eine Abteilung für Marktforschung bei Aldi, und die Marketingleiterin steht dazu. Gegenüber HORIZONT sagte Sandra-Sibylle Schoofs, dass ein tiefes Verständnis der Bedürfnisse und Erwartungen der Verbraucher für den Erfolg am Markt essenziell sei, und „die Basis dafür bildet die Marktforschung“. 



Emotionen zeigen sich nicht nur im Laden, sondern auch in der Werbung von Aldi. Der erste deutsche TV-Spot in der Geschichte des Discounters sagt nicht plump „kauf bei mir, denn ich bin toll“. Er erzählt eine Geschichte, weckt Sehnsucht, sagt „einfach ist mehr“. Ob diese subtilere Art der Lenkung auch beim Konsumenten ankommt, und zwar so, wie es intendiert war, kann Emotionsforschung herausfinden. Ein Blick auf die Möglichkeiten dieses Zweigs der Marktforschung wagt planung&analyse in Ausgabe 2/2017 ab Seite 16. Außerdem: Hat der Markenartikel eine Zukunft angesichts der ausgefeilten Marketingmaßnahmen des Handels? Unsere Fachautoren berichten von Brand Management, Kaufaktivierung, Touchpoints und Motivforschung (ab Seite 34).


Mit Erscheinen dieses Heftes kommt planung&analyse übrigens seinem Ziel, dem C-Level der Konsumgüterindustrie den Nutzen der Marktforschung näher zu bringen, wieder einen Schritt näher. Der Online-Auftritt von p&a hat eine Repräsentanz auf dem reichweitenstärksten Webportal der dfv-Mediengruppe, HORIZONT.NET bekommen. Wer künftig in der Branche der Marktforschung Schlagzeilen macht, muss damit rechnen, dass dies auch von Marketingentscheidern aller Branchen wahrgenommen wird.

Wer dann einen Dienstleister für seine Aufgaben sucht, wird beim planung&analyse mafonavigator fündig. Das Handbuch für Panelanbieter, Fullservice-Institut, Studios oder Berater kann künftig nicht nur via planung&analyse erreicht werden, sondern über etliche Fachzeitschriften der dfv Mediengruppe. Damit können wir für den p&a mafonavigator wie schon für das Heft die größte Verbreitung in der Branche versprechen: Alle Webseiten zusammen haben im Monat über eine Million Unique User.
Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
stats