Ecuador

Meinungsforscher unter Verdacht

Meinungsforscher in Ecuador unter Verdacht
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Meinungsforscher in Ecuador unter Verdacht
Im Zuge des Wahlkampfes in Ecuador im Frühjahr kam es zu Behinderungen der Meinungsforscher der Agentur Cedatos. Jetzt steht der CEO des Unternehmens vor Gericht.
Die Wahlforscher von Cedatos wurden an der Einreise gehindert und festgenommen. Ángel Polibio Córdova, CEO des Meinungsforschungs-Institutes, steht jetzt sogar vor Gericht. Ihm wird Fälschung von Umfragen sowie Bestechlichkeit vorgeworfen. Er darf das Land nicht verlassen.

Cedatos hatte im Wahlkampf um den Präsidenten von Ecuador lange Zeit den Sieg von Herausforderer Guillermo Lasso prognostiziert. Die anderen Institute hatten sich schon auf Lenin Moreno festgelegt. Seit Ende März wurde auch von Cedatos der Vorsprung von Moreno vorausgesagt. Er gewann am 2. April mit 51,16 Prozent und wurde damit zum Präsident von Ecuador gewählt wurde.



Der Weltverband Esomar protestiert gegen die Behinderungen des Meinungsforschers und schloss sich damit Protesten der American Association for Public Opinion Research (AAPOR) und World Association for Public Opinion Research (WAPOR) an. Finn Raben, Director General von Esomar, betonte in einer Stellungnahme, dass Meinungsforschung ein wichtiger Bestandteil von offenen, freien und fairen Wahlen ist.
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