Direktmarketing

Unerwünschte Telefonwerbung nimmt zu

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Anrufe zu Werbezwecken nehmen zu
© Rainer Sturm / Pixelio
Anrufe zu Werbezwecken nehmen zu
Laut Bundesnetzagentur nimmt die Anzahl der Beschwerden über unerwünschte Anrufe zu Werbezwecken stark zu. In diesem Jahr haben sich schon fast so viele Verbraucher beschwert wie im gesamten Jahr 2016.

Im ersten Halbjahr 2017 gingen bei der Bundesnetzagentur bereits 26.080 Beschwerden ein. 2016 zählte die Behörde insgesamt 29.298 Verbraucherbeschwerden über Telefonwerbung. Damit liegt die Zahl der Beschwerden nach nur einem halben Jahr schon fast auf dem Niveau des gesamten Vorjahres. Dies schreibt Das Online-Portal RP-Online und beruft sich auf ein Antwortschreiben der Bundesregierung auf eine Frage der Grünen-Fraktion hervor.



Diese Art Anrufe sind nur erlaubt, wenn ein schriftliches Einverständnis vorliegt. Anders sieht es mit Anrufen für den Zweck der Marktforschung aus. Diese dürfen auch ohne Vorliegen eines Einverständnisses erfolgen, erklärt Tobias Petschelt von der Initiative Markt- und Sozialforschung. "Marktforscher wollen nichts verkaufen und besitzen auch keine persönlichen Daten des Angerufenen. Als wissenschaftliche Tätigkeit ist diese vom Gesetzgeber anerkannt und gesetzlich geschützt." Dieser Unterschied ist jedoch nur wenigen Konsumenten bewusst. Marktforscher befürchten, dass diese deshalb auch zunehmend ablehnend reagieren, wenn sie wegen Befragungen angerufen werden.

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