BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher

Software R wird Persönlichkeit des Jahres

Die Preisträger für den Innovationspreis sind gefunden: Oliver Tjarks, Research Now SSI (links) und Nadja Böhme, FactWorks (rechts) mit Laudatorin Prof. Dr. Andrea Gröppel-Klein
© BVM/Guido Rottmann
Die Preisträger für den Innovationspreis sind gefunden: Oliver Tjarks, Research Now SSI (links) und Nadja Böhme, FactWorks (rechts) mit Laudatorin Prof. Dr. Andrea Gröppel-Klein
Der Verband tagt in Hamburg und vergibt zahlreiche Auszeichnungen und Preise am ersten Tag des Kongresses der Deutschen Marktforschung. Werbewirkung ist inhaltlicher Schwerpunkt der Tagung.

Vor Büfett und Tanz wurden zwei Persönlichkeiten geehrt, die die Branche überraschte. Als Persönlichkeit des Jahres wurde die R Foundation ausgezeichnet. Die Non-Profit-Organisation entwickelt seit Jahren die Open-Source-Software R, die Marktforschern als leistungsstarke und günstige Alternative zu SPSS dient. Werner Braun von Sanofi Aventis stellte als Jury-Mitglied diese ungewöhnliche Persönlichkeit des Jahres vor. Bereits vor drei Jahren hatte ein Buch die Auszeichnung erhalten. Seitdem war der Preis nicht vergeben worden.



Prof. Raimund Wildner vergab einen Preis für außerordentliches Engagement an Dr. Anne Niedermann für ihre langjährige Tätigkeit in einer Beschwerdekammer des Rates der Deutschen Marktforschung.

Am Nachmittag war bereits der Innovationspreis des Jahres vergeben worden. Drei Einreichungen waren nominiert und durften ihre Studien vorstellen. Die Auszeichnung ging an Research Now SSI und FactWorks für ihre Untersuchung zur Nutzbarkeit von Sprache in Umfragen. Auf der Shortlist standen auch die AGOF mit ihrer auf tägliches Erscheinen umgestellten Erhebung der Online-Reichweite und Interrogare für eine Studie zu Programmatic Research.
Der neue Preisträger Dr. Sebastian Bönisch (Mitte) mit Dr. Martin Hahmann (rechts) und Dr. Thomas Rodenhausen (links)
© BVM/Guido Rottmann
Der neue Preisträger Dr. Sebastian Bönisch (Mitte) mit Dr. Martin Hahmann (rechts) und Dr. Thomas Rodenhausen (links)
Der Data Science Cup wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Vier Bewerber hatten sich den Aufgaben der Jury gestellt. Die Auszeichnung ging an Dr. Sebastian Bönisch von der GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung. Mehrere Monate hatte der Data Scientist getüftelt. Einen Teilbereich der Fragen stellte er auf dem Kongress vor und zeigte, wie sich die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl in den USA durch einen Neuzuschnitt der Wahlkreise verändern lassen. Je nach Berechnung konnte er einen überragenden Sieg für die Republikaner unter Trump, aber auch eine 91-prozentige Zustimmung für Hillary Clinton errechnen.


Traditionell vergeben wird auf dem Kongress auch ein Nachwuchspreis. Für die Masterarbeit ging dieser an Sören Bohnsack von der Gutenberg Universität Mainz für eine empirische Untersuchung unterschiedlicher Eigenmarkenstrategien zum Aufbau eines starken kundenorientierten Markenwerts.

Franziska Metz aus Wien durfte den Nachwuchspreis für ihre Dissertation entgegen nehmen. Sie entwickelte eine Untersuchungsmethode, die sich mit der Messung der Benutzerfreundlichkeit von Konfiguratoren für Konsumgüter, vom Turnschuh bis zum Auto, beschäftigte.

In diesem Jahr beschäftigt sich der Kongress mit dem Thema Werbewirkung. Vorträge dazu wurden wieder von Tagesschausprecher Jan Hofer als Moderator vorgestellt. Dazu gibt es heute weitere Vorträge. Dann erwartet die rund 200 Besucher noch eine Diskussionsrunde zum Thema Qualität, bevor mit dem Ulrike Schöneberger Award der Kongress mit einer weiteren Auszeichnung schließen wird.

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