Aktualisiert

GfK-Aktionäre warten noch

Wenige Tage vor Ende der Frist hat Acceleratio weniger als 5 Prozent der GfK-Aktien übernommen. Frist endet am 10. Februar. Jetzt sind mittlerweile zwei neue Eigner aufgetaucht.

Zum letzten Meldestichtag am 1. Februar waren erst 3,5 Prozent der Aktionäre auf das Angebot, ihre Anteile an der GfK SE für 43,50 Euro an die mit KKR verbundene Acceleratio NV zu verkaufen, eingegangen.



Die Verabredung zwischen dem Haupteigner GfK Verein und KKR sieht vor, dass mindestens 18,54 Prozent an den Investor wandern. Die Gremien des Marktforschers hatten den Aktionären die Akzeptanz empfohlen. Es handelt sich um eine freundliche Übernahme.

Jetzt kommt offensichtlich noch weitere Interessenten ins Spiel: Der Computer-Unternehmer Michael Dell hat über seinen Fond MSD Capital insgesamt 9,77 Prozent an der GfK SE erworben. Wie das Handelsblatt schreibt, habe sich MSD European Oportunity auf Spekulationen bei Übernahmen spezialisiert.


Nun hat außerdem der britische Fonds PrimeStone Capital seinen Anteil von 3,21 Prozent auf 5,00  erweitert, wie Die Welt meldet. Das von drei ehemaligen Carlyle-Managern gegründete Unternehmen sehe sich als „aktiver, aber konstruktiver Investor“, heißt es weiter.

Heute liegt der Kurs bei 43,69 Euro, also leicht über dem Angebot von KKR. Der GfK Verein will laut der 40-seitigen Stellungnahme von GfK-Aufsichtsrat und -Vorstand auf jeden Fall die Mehrheit an dem Unternehmen behalten. Derzeit besitzt der GfK Verein 56,46 Prozent der Aktien. 

Welche Pläne der GfK Verein mit der GfK SE hat, erläutert deren Geschäftsführer Prof. Raimund Wildner im Gespräch mit planung&analyse in Heft 1/2017 (erscheint am 16.2.). (hed)
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