Akte Marktforschung

Spiegel Online lässt nicht locker

Will Marktforschern auf die Finger schauen: Staatssekretär Gerd Billen (c) Bundespresseamt
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Will Marktforschern auf die Finger schauen: Staatssekretär Gerd Billen (c) Bundespresseamt
Das Online-Portal des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ hat wieder einen Beitrag zur Akte Marktforschung vorgelegt. Berichtet wird über Forderungen des für Verbraucherschutz zuständigen Staatssekretärs Gerd Billen, den Marktforschern genauer auf die Finger zu schauen.
Gerd Billen, seit 2013 zuständig für Verbraucherschutz im Justizministerium, hatte sich bereits im Februar gegenüber dem Spiegel zu den aufgedeckten Fälschungen bei CATI-Umfragen geäußert. Damals sagte er, er nehme die Vorwürfe "sehr ernst, denn Verbraucherinnen und Verbraucher verlassen sich heute in verschiedensten Bereichen auf die Ergebnisse von Tests und Umfragen".


Die Geschäftsführerin des ADM, Bettina Klumpe, teilte planung&analyse mit, der ADM habe mit Billen das Gespräch gesucht, um die Standards- und Qualitätsanforderungen zu erläutern. Die Transparenz-Richtlinie sei dort ebenfalls angesprochen worden. Eine Arbeitsgruppe zu dem Thema sei bereits zusammengestellt und beginne in Kürze mit den Detailarbeiten. Billen werde vom ADM auf dem Laufenden gehalten, schrieb Klumpe.

Jetzt fordert Billen, laut Informationen des Spiegels, von der Justizministerin Katarina Barley (SPD) sowie von allen anderen Ministerien bei der Vergabe von Umfragen „auf ein realistisches Preis-Leistungsverhältnis wie auch auf die Seriosität der zu beauftragenden Institute" zu achten.


Diese könnte anhand von Iso-Zertifizierung identifiziert werden, heißt es weiter im Spiegel mit Bezug auf Billen. Der Staatssekretär kündigte an, er werde "die Aktivitäten der Branche und die Umsetzung der angekündigten Maßnahmen auch weiterhin kritisch begleiten".
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