20. General Online Research Konferenz in Köln

Forscher aus aller Welt treffen sich auf der GOR

Nach Berlin und Dresden kehrt die GOR 2018 nach Köln zurück
Technische Hochschule Köln
Nach Berlin und Dresden kehrt die GOR 2018 nach Köln zurück
Über 90 Vorträge, 6 Workshops, 4 Tracks, … vom 28. Februar bis 2. März findet die 20. GOR an der TH Köln statt und hält eine Menge Input für die Besucher bereit. An drei Tagen werden rund 300 Teilnehmer über aktuelle Themen und Methoden der Online- und digitalen Forschung diskutieren.
„Das Markenzeichen der GOR ist der Austausch zwischen akademischen Forschern und Praktikern, die normalerweise nicht in engem Austausch stehen. Auf der GOR gibt es jedoch dieses befruchtende Aufeinandertreffen.“ Was Prof. Florian Keusch, Juniorprofessor an der Universität Mannheim und DGOF-Vorstand, hier beschreibt, ist so etwas wie das Credo der General Online Research (GOR) und des Veranstalters, der Deutschen Gesellschaft für Online Forschung (DGOF). Alexandra Wachenfeld, Vorstandsmitglied der DGOF und zuständig für Track D mit Applied Online Research, erklärt die Idee: „Die Needs aus der angewandten Forschung an die akademische Forschung weiterzugeben und all das, was wissenschaftliche Forschung kann, ob methodische Evaluation oder Entwicklung neuer Ansätze, als Möglichkeiten den Praktikern an die Hand zu geben, das ist für uns immer das übergeordnete Thema gewesen.“

20 Veranstaltungen haben auf diese Weise stattgefunden und die GOR ist immer größer und interna tionaler geworden. Im vergangenen Jahr hat Bernad Batinic auf die Anfänge zurückgeschaut. Er gehörte zu denen, die 1994 die ersten Online-Umfragen durchgeführt haben. Um mit anderen Fachleuten zu kommunizieren, wurde die German Internet Research List (GIRL) aufgebaut. Aus dem Online-Austausch zwischen Fachleuten, die Fragebögen entwarfen und sich mit Feedback per Internet beschäftigten, entstand schnell der Bedarf für ein Treffen in der physischen Welt. Die Idee für die GOR – damals noch German Online Research – war in wenigen Wochen geboren und fand 1997 mit rund 100 Leuten in Köln zum ersten Mal statt, berichtet Batinic. 2005 fiel dann die Entscheidung, das Programm in englischer Sprache abzuhalten, was sicherlich den internationalen Ruf des Kongresses gestärkt hat. Und mit der Intention – Anwender und Akademiker zu verknüpfen – hat die DGOF bis heute ein Alleinstellungsmerkmal. Und heute?
Alexandra Wachenfeld, DGOF-Vorstand
DGOF
Ich freue mich, dass uns mit der Themenvielfalt von Big Data über Datenvisualisierung, implizite Methoden bis zur künstlichen Intelligenz und dem Thema E-Privacy ein Streifzug durch alle Themen, die uns im Moment umtreiben, gelungen ist. “
Alexandra Wachenfeld, DGOF-Vorstand
Neue digitalisierte Erhebungsmethoden sind hinzugekommen, passive Messungen und die Möglichkeiten großer Datensätze. Und das spiegelt sich auch im Programm der GOR 2018 wider. Künstliche Intelligenz, Chatbots, Spracherkennung, implizite Forschung – all dies hat heute Platz auf der Veranstaltung. Neben der klassischen Online- und Mobile-Forschung in Track A zeigt Track B, wie Umfragen zunehmend mit anderen Datenquellen, etwa GPS-Daten aus dem Smartphone, ergänzt werden. „Wir versuchen uns an Schnittstellen zu positionieren und Entwicklungen länger zu verfolgen“, erklärt Bella Struminskaya, Assistant Professor an der Universität Utrecht, DGOF-Vorstand und Programm-Chair für die GOR.



Track C lädt wieder zu Beispielen der politischen Meinungs- und Kommunikationsforschung. Auch nach dem Superwahljahr beschäftigen sich Forscher mit den Phänomenen in sozialen Netzwerken, mit Bots, Fake-News und deren Einfluss auf Wahlergebnisse.
Prof. Florian Keusch, Universität Mannheim
DGOF
Mich freut, dass die GOR immer internationaler wird. Das sieht man nicht nur an den zahlreichen Einreichungen, sondern auch an unserem Review-Board. Praktiker wie Theoretiker haben sich die GOR als festen Termin im Kalender eingetragen. “
Prof. Florian Keusch, Universität Mannheim
Als Höhepunkt der GOR sehen die drei Programm-Chair die Keynote-Speaker: Mario Callegaro, Survey Research Scientist bei Google in London, wird berichten, wie Online- und Mobile-Forschung von den Erkenntnissen der Usability-Forschung profitieren kann. Prof. Frauke Kreuter wird darüber sprechen, was es heißt, Methodiker in Zeiten von Big Data zu sein. Sie ist Professorin an der Universität Mannheim und an der University of Maryland und beim Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.
Bella Struminskaya, Universität Utrecht
DGOF
Ich denke, unsere Teilnehmer können sich besonders auf die beiden Keynote-Speaker freuen, mit denen wir erneut eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis schlagen. “
Assistant Professor Bella Struminskaya, Universität Utrecht
Abgerundet wird das Programm durch eine Podiumsdiskussion zu Innovationen in der Forschung und durch die Awards für Best Practice (zu den Nominierungen >>) sowie für die beste Dissertation und Master- sowie Bachelorarbeit. Der wissenschaftliche und praktisch orientierte Nachwuchs hat auch Raum bei den Poster-Sessions, wo die Ergebnisse einer Studie schnell erfassbar und übersichtlich auf einem Plakat wiedergegeben werden.
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