ADM veröffentlicht Branchenzahlen

Umsätze verschieben sich

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Dem ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V. (ADM) zufolge ist eine erhebliche Verschiebung der Umsätze zwischen Adhoc-Forschung und der kontinuierlichen und Panelforschung bzw. Trackings zu beobachten. So strukturieren die „großen“ Institute um und nehmen Big Data und Automatisierung in den Fokus, während das Ad-hoc-Geschäft zunehmend von kleineren und mittelgroßen Anbietern übernommen wird.

 

Der ADM hat heute die Branchenzahlen 2018 bekanntgegeben. Basis der Zahlen bildet die jährliche Befragung der Mitglieder des ADM; dabei hatten sich vom 4. Februar bis 15. April 2019 64 ADM-Institute an der Online-Befragung beteiligt.



Nach eigenen und geschätzten Angaben erzielten die im ADM zusammengeschlossenen privatwirtschaftlichen Institute 2018 einen Gesamtumsatz von 1.971 Millionen Euro; ein Minus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Big-Data-Analysen steigern ihren Anteil von einem Prozent (seit 2015) auf nun vier Prozent. Die „kontinuierlichen“ Untersuchungsprojekte liegen bei 53 Prozent (2017 42 Prozent), während die Ad-hoc-Forschung auf 46 Prozent kommt. Entgegen dem Markttrend legte die qualitative Primärforschung zu und erreichte acht Prozent des Forschungsumsatzes. Quantitative Primärforschung bleibt mit 88 Prozent des erzielten Umsatzes weiterhin auf hohem Niveau, ist aber gegenüber 2017 rückläufig.

Insgesamt wurden 2018 19,2 Millionen Interviews durch ADM-Institute oder in deren Auftrag realisiert; die eine Hälfte davon wurde unter Einsatz von Interviewern telefonisch oder face-to-face und die andere Hälfte als selbstadministrative Interviews online oder per paper&pencil durchgeführt. Online bleibt mit 7,7 Millionen Interviews die meistgenutzte Befragungsart.


Den höchsten Umsatzanteil mit 26 Prozent wurde mit Kunden aus der IT- und Telekommunikationsbranche erzielt; knapp vor der Konsum- und Gebrauchsgüter-Industrie mit 23 Prozent. Es folgen Verlagen und Medien mit 14 Prozent, der Automobilindustrie mit sieben Prozent und der pharmazeutischen Industrie mit sechs Prozent.

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