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Die Newsline der HORIZONT-Chefredaktion


Freitag, 11. Dezember 2020

 
Horizont Die Woche

Eva-Maria Schmidt

 
 

#anrede2#

 
 
Connected TV und Streaming bleiben auch im kommenden Jahr die wichtigsten Werbefelder
imago images / agefotostock
"Fahren auf Sicht" ist einer der Begriffe des Jahres. Und gerade in den letzten Tagen zeigt sich, warum nichts anderes möglich ist: Ab kommender Woche wird es wohl wieder einen harten Lockdown geben - oder doch nicht ganz hart und nicht überall gleich. Das ist es, was es so schwierig macht, zu prognostizieren, zu planen, vorherzusehen wie es weitergeht. Prognosen gibt es dennoch viele - auch zum Werbemarkt mit und nach Corona. Und die zeigen, dass es in dem ganzen vor allem eine Konstante gibt: den Wandel. Die veränderte Lebenssituation im Lockdown schafft einen neuen Medienkonsum, der Marketer rund um den Globus → Budgets umshiften lässt, von linearem zu connected TV, aber auch raus aus Social Media und verstärkt in Mobile.
 
Online-Shopping ist en vogue
Hannes Edinger auf Pixabay
Einer der größten Profiteure dieses Werbe-Wandels dürfte mit dem → E-Commerce-Boom Retail Media sein. Für den Fall, dass die Umsätze wie in diesem Jahr zulegen, erreicht der Onlinehandel 2024 ein Volumen in Höhe von 120 Milliarden Euro, prognostiziert das IFH Köln. Zielgruppen jeglichen Alters kaufen inzwischen online ein von Lebensmitteln bis zu absoluten Luxusgut, die Zwangsdigitalisierung wegen Corona hat deser Entwicklung Weg in diesem Jahr schnellstens geebnet.
 
Allensbach-Forscher Johannes Schneller bei der digitalen Studienpräsentation
Screenshot
Dass wir alle noch viel mehr im Virtuellen leben als vor der Pandemie legt allerdings auch wieder Themen bloß, die Marken herausfordern: Hate Speech, Brand Safety, Haltung, Purpose - die Masse an Plattformen, Möglichkeiten, Inhalten macht es Marken und Menschen unmöglich, wirklich Kontrolle zu gewinnen oder gar zu behalten. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass das Internetmedien stark von dem → Bedürfnis nach Informationen profitieren, egal ob die Nachrichten auf Websites der Publischer oder in Social Media publiziert wurden.
 
Pixabay
2021 wird sichtbar werden, wie stark sich das Marketing tatsächlich verändert hat. Auch weil viele große Marken in den vergangenen Monaten ihre Etats neu vergeben und trotz Corona dafür große Pitches durchgeführt haben. Letze Brand in dieser Reihe ist Coca-Cola, das seine → weltweiten Kreativ- und Mediaetats neu ausschreibt und in diesem Zuge signifikante strukturelle Veränderungen in seinem Agenturmodell anstrebt. Das globale Mediavolumen des Getränke-Giganten beläuft sich aktuell auf mehr als vier Milliarden US-Dollar. → Auch Volkswagen lässt pitchen. Neben Stammbetreuer Voltage DDB kämpfen die Agenturen Jung von Matt, Scholz & Friends und Thjnk um den prestigeträchtigen Auftrag für Volkswagen PKW. Dabei hatte Marketingchef Jochen Sengpiehl erst 2018 ein neues Agenturmodell aufgesetzt.

Die Beispiele zeigen, es gibt vielleicht doch eine zweite Konstante in Marketing, Werbung und Medien: Nur wer den Wandel annimmt, wird ihn gestalten und seine Zukunft sichern.

Also bleiben Sie innovativ, dann klappt es auch mit dem Wandel. Aber bleiben Sie vor allem gesund,
signatur

Eva-Maria Schmidt
Chefredaktion HORIZONT

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